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Review | F1 2020

Am kommenden Freitag ist offizieller Release von Codemasters F1 2020. Der Vorgänger F1 2019 hat mich letztes Jahr komplett abgeholt. Doch kann mich auch die diesjährige Version überzeugen UND lohnt sich ein Wechseln von der Vorjahresversion? Dem gehen wir im heutigen Review auf den Grund.

Vor ein paar Tagen hat Codemasters mit dem Feature Trailer schon ziemlich genau gezeigt was sich in F1 2020 alles geändert hat. Ich hab mir das Spiel in den letzten Tagen sehr intensiv angeschaut. Grafisch sieht F1 2019 seinem Vorgänger sehr ähnlich. Wenn, dann hat Codemasters hier nur Nuancen verbessert, die mir zumindest bisher nicht bewusst aufgefallen sind. Auch Abseits der Strecke wirken die Charaktere weiterhin plastisch, aber ehrlich? Interessiert jemanden, wie die Charaktere neben der Strecke aussehen? ich denke nicht, oder?

Microtransactions

Das Erste was einem auffällt wenn man F1 2020 startet ist, dass Codemasters so gut wie keine Änderung an den Menüs vorgenommen hat und so findet man sich als Spieler der letztjährigen Version direkt zurecht. Wieder wurden die Bereiche Solo, Mehrspieler und eSport sauber von einander getrennt und auch die separaten Bereich für gespeicherten Replays (Kino), den Showroom und die Anpassungen haben weiterhin ihre eigenständigen Bereich, aber gerade in die Anpassungen wird man dieses Jahr vermutlich öfter schauen als bisher, denn hier verbirgt sich eine große Neuerung im Vergleich zum Vorjahr, denn die Entwickler bringen sowohl ein Item Shop, als auch den Podiums Pass ins Spiel, mit dem wir kosmetische Dinge freischalten könnt. So werden wir wohl neue Lackierungen, neue Kleidung, Posen, Siegerjubel und Logos freispielen können. Ob man diese Sachen auch für echt Geld erwerben kann konnte ich leider aber noch nicht feststellen, weil der Pass zum Testzeitpunkt noch nicht freigeschaltet war.

Mehrspieler

Im Bereich Mehrspieler gibt es an sich recht wenig Neuerungen. So können wir wie gewohnt an wöchentlichen Events teilnehmen oder unsere eigenen Ligen erstellen oder einer anderen Liga beitreten. Die größte Neuerung dürfte hier der Splitscreen Modus sein, der es uns erlaubt zum Beispiel mit einem Freund an einer Konsole gegeneinander zu fahren. Hier bei wählen wir einfach jeweils unser Team, unseren Fahrer Fahrer und die zufahrenden Strecken. Anschließend können wir noch weitere Einstellungen zur KI, den Fahrhilfen, dem Wetter, etc. vornehmen bevor es dann auf die Strecke geht. Das funktioniert soweit ganz gut, könnte auf kleineren Fernsehern oder Monitoren aber etwas eng werden.

Fahrerkarriere

Mehr Zeit haben die Entwickler hingegen in den Solo-Bereich gesteckt. Gab es letztes Jahr noch eine storylastige Karriere, so musste diese im diesen Jahr bereits wieder weichen. Dafür haben wir in diesem Jahr die Wahl zwischen der Fahrerkarriere und dem My Team Modus. Werfen wir aber erstmal ein Blick in die Fahrerkarriere. In diesem Jahr haben wir die Wahl, ob wir unsere Karriere in der Formel 2 startet oder direkt den Sprung in die Formel 1 wagen. Dabei können wir zusätzlich die Länge der jeweiligen Saison einstellen. Starten wir in der Formel 2 ist es übrigens für die Auswahl des Teams egal wie wir abschneiden, denn unsere Handlungen haben lediglich Auswirkungen auf unseren Ruf, was ich sehr Schade finde.

Bis auf, dass die Karriere keiner “Story” mehr folgt, sind die grundlegenden Abläufe gleich geblieben. Was soll man hier auch groß ändern, denn es funktionierte ja alles schon sehr gut. In den Training-Sessions sammeln wir durch die Fahr-Programme Forschungspunkte, dann kommt das Qualifing und im Anschluss das Rennen. Keine Lust auf so viele Sessions? Kein Problem. Wir simulieren dann einfach die Trainings-Sessions, bekommen dann aber ggf. weniger Forschungspunkte. Schade, dass es dann in Interviews aber eher so klingt als wären wir gar nicht gefahren. Zwischen den Rennen betreiben wir wie in der Vorversion Forschung, nehmen an Einladungsevents teil oder warten auf das nächste Rennwochenende. Wie auch im Vorjahr gibt es wieder einen Rivalen mit dem wir uns für mehr Anerkennung messen. Lt. Infos von Codemasters soll man so eine 10-jährige Karriere spielen können. Ich konnte das aktuell noch nicht testen, da dafür die Zeit etwas knapp war.

My Team

Der My Team Modus erweitert das Fahrerfeld der Formel 1 um ein weiteres Team und zwar unser Team. Wir bestimmen dabei nicht nur das farbliche Aussehen der Overalls und F1-Boliden, sondern müssen uns auch entscheiden wer uns den Motor liefert und wer sich als Sponsor eignet. Dazu kommt dann noch ein zweiter Fahrer aus der Formel 2. Anschließend ähnelt der Modus stark der Fahrerkarriere, ergänzt sich allerdings um einige, interessante Features. Wie Planung der Woche, Upgrade der Forschungsstationen, etc. Hier ein vollen Manager-Modus zu erwarten wäre sicherlich toll, aber auch etwas viel. Das was Codemasters hier liefert ist aber schon ganz cool.

Auf der Strecke

Neben den beiden Strecken in Vietnam und den Niederlanden gibt es natürlich auch weitere Neuerungen, die das Fahren verändern. So befindet sich (auf der PlayStation) auf L1 nicht mehr die Möglichkeit die Kamera zu wechseln, sondern die Möglichkeit zwischen dem Überholen und dem “normalen” Modus des Energierückgewinnungssystem (ERS) zu wählen. Das ist sehr sinnvoll, weil man so nicht neben dem Rennen noch durch die Menüs klicken muss. Außerdem haben wir jetzt die Möglichkeit über die Einstellungen einen virtuellen Rückspiegel einzublenden. Für Gelegenheitsfahrer gibt es eine neue Lenk-Unterstützung und die Möglichkeit die Nachteile beim Fahren außerhalb der Strecke zu reduzieren. Generell finde ich die Einstellungsmöglichkeiten in der F1 Serie super. Wie stark soll die KI sein, wie viel Fahrhilfen schalte ich ein. Dadurch hat man von einem arcadigen F1 Spiel bis zur Simulation viele Möglichkeiten sein persönliches Fahrerlebnis zu gestalten.

Was cool wäre, wenn man nachdem Spiel im Replay bzw. der Liste der Ereignisse direkt zu diesen Stellen springen könnte. So könnte man sich entspannt auch mal die Zusammenstöße, etc. der anderen (KI) Fahrer anschauen.

Fazit

F1 2020 ist, gerade durch den My Team Modus, mehr als nur eine kleiner Erweiterung zum Vorgänger. Hätte man nur die beiden neuen Strecken gebracht, hätte ich den Vollpreis sicher hinterfragt, aber so sind die Ergänzungen und Neuerungen schon ihren Preis wert. Wer Spaß mit F1 2019 hatte und Lust hat sein eigenes Team zu fahren, der sollte auf jeden Fall zuschlagen. Neulinge, die in die Welt der Formel 1 schnuppern wollen aber eben so.

Das Spiel erscheint am kommenden Freitag (10. Juli 2020) für PlayStation 4, XBox One, auf Steam und Stadia und kostet zum Beispiel im PSN Store 69,99 Euro für die normale “Seventy Edition” oder 79,99 Euro für die Schumacher Edition, welche euch zusätzlich noch vier von Michael Schumacher gefahrene Boliden und ein exklusives Fahrermodel, Rennanzüge, Helmdesigns und Podiumsjubel bietet.

Heute Abend um 18 Uhr werde ich auf meinem Twitch Kanal gemeinsam mit euch ins Spiel schauen und ins besondere den My Team Modus unter die Lupe nehmen.

Ich bedanke mich recht herzlich beim Entwickler bzw. Publisher für die Bereitstellung des Testmusters.

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