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Review | Ghost of Tsushima

Ghost of Tsushima von Sucker Punch Productions wurde im Vorfeld oft als Assassins Creed oder Horizon: Zero Dawn Klon umschrieben. Ich habe die Hauptstory des Spiels heute abgeschlossen und möchte euch in diesem Review meine Sicht auf das Spiel näher bringen.

Story

Natürlich kommt man nicht umhin in einem storylastigen Spiel wie Ghost of Tsushima ein paar grundlegende Sachen zur Story zu erzählen. Allerdings werde ich hier nur etwas zum Beginn der Story schreiben. Ghost of Tsushima spielt im Japan des 13. Jahrhunderts auf der Insel Tsushima, welche zwischen dem heutigen Südkorea und Japan liegt. Die Mongolen wollen über diese Insel in Japan einfallen. In einer ersten Schlacht werden fast alle Samurai auf der Insel getötet. Wir übernehmen die Rolle des Samurai Jin Sakai, der diesen Angriff mit viel Glück überlebt und sich dann auf die Reise macht die Insel von den Mongolen und ihrem Anführer Khotun Khan zu befreien. Wie und ob uns das gelingt verrate ich natürlich nicht 🙂 Die Ganze Story teilt über die Spielzeit sich in drei Akte. Ich hab für meinen Durchlauf ca. 25 Stunden gebraucht. Hab aber auch noch einige Nebenmissionen offen, die aber auch sehr gut inszeniert sind.

Grafik und Sound

Ghost of Tsushima ist ein Open World Spiel und ist grafisch natürlich nicht vergleichbar mit einem linearen Storyspiel, wie z.B. The Last of Us Part II, ABER es sieht verdammt gut aus. Die Animationen sind stimmig, die Licht und Wettereffekte toll. Das Gras und andere Sachen, die sich im Wind hin und her bewegen. Das ist alles schon sehr stark. Untermalt wird das ganze von einem tollen Soundtrack und aus meiner Sicht total stimmigen Soundeffekten. Die deutsche Synchronstimmen sind ordentlich. Hätten teilweise vielleicht etwas mehr Emotionen zeigen können, aber das war völlig in Ordnung. Es stehen aber acht weitere Sprachen zur Ausgabe zur Verfügung. Zum Beispiel auch Japanisch, Englisch, Spanisch und und und. Es stehen sogar 21 Textsprachen für die Untertitel parat. Besonders beeindruckend fand ich den Kurosawa-Modus. Dieser wurde zur Ehrung des japanischen Regisseurs Akira Kurosawa eingefügt. Dies ist ein spezieller Schwarz-Weiß-Filter, der das Spiel wie ein alten Samurai Film wirken lässt. Übrigens ist der Fotomodus sensationell.

Spielmechanik

Ja, vieles in Ghost of Tsushima erinnert an Assassin’s Creed (Origins oder Odyssey), aber es fühlt sich auch total anders und frischer an. Es gibt diverse Passagen in denen wir kämpfen oder schleichen müssen. Beim schleichen gibt es auch Passagen in denen wir niemanden töten dürfen. Das ist schon alles sehr abwechlungsreich. Außerdem gibt es, wie im Pendant von Ubisoft, einiges zu entdecken und zusammeln, aber noch so, dass die Karte nicht überfüllt ist. Manche Dinge sind auch gut versteckt, hier werden wir dann durch Vögel oder Füchse hingeführt. Ein Element, was ich aber so richtig gut finde, es gibt keine Minimap, sondern der Wind weist uns die Richtung in der sich unser Ziel befindet. Es macht (mir) einfach Spaß durch die Welt zu reiten und Gebiete zu erkunden, Schreine zu finden, in heißen Quellen zu baden und und und…

Kämpfen mit Stil

Die Kämpfe unterscheiden sich auch, je nach Gegner. So gibt es vier verschiedene Kampfstellungen, die gegen die unterschieden Gegnertypen jeweils gut oder weniger gut funktionieren. Das Wechseln zwischen den jeweiligen Kampfstilen funktioniert recht einfach, aber man muss sich dennoch erstmal ein wenig an die Steuerung gewöhnen. Anders als bei Assassin’s Creed können wir zum Beispiel Gegner nicht aufschalten. Eine Mechanik, die man aus zum Beispiel Horizon: Zero Dawn schon kennt. Hier ist die Steuerung der Kamera ein wenig frickelig. Da muss man manchmal schon aufpassen, dass man nicht die Übersicht verliert.

Fazit

Ghost of Tsushima ist ein tolles, stimmungsvolles Spiel. Hier könnte sich Ubisoft für das nächste Assassin’s Creed noch die ein oder andere Scheibe abschneiden. Nicht nur von den Mechaniken, sondern auch vom Storytelling. Mir hat es sehr gefallen und wunder mich nicht, dass sich das Spiel in den ersten drei Tagen über 2,4 Millionen Mal verkauft hat. Ich werde jetzt wieder nach Tsushima reisen und dort weiter die Welt erkunden und Nebenquests erledigen, den die Hauptstory hab ich ja bereits abgeschlossen. Eventuell könnte das auch ein Spiel für meinem Platin Club werden. 😉

Ghost of Tsushima ist ein exklusives PlayStation 4 Spiel und aktuell für 69,99 Euro im PSN Store erhältlich.

Für die Digital Deluxe Edition zahlt ihr im PSN Store zehn Euro mehr. Dafür erhaltet ihr dann die folgende Zusatzinhalte:

  • ein Technikpunkt
  • Talisman der Gunst Hachimans
  • “Held von Tsushima”-Skin-Set: Goldene Maske, Rüstung, Schwert-Kit, Pferd, Sattel
  • Digitales Mini-Artbook
  • Kommentar des Directors
  • PS4™-Design “Samurai”

Ich bedanke mich recht herzlich beim Entwickler bzw. Publisher für die Bereitstellung des Testmusters.

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