Review

Maneater

Der wohl bekannteste Hai Film ist sicherlich Der weiße Hai (Org.: Jaws), diesen habe ich im Gegensatz zu den Sharknado Filmen sogar gesehen. Sharknado ist meiner Meinung nach die B-Movie-Reihe unter den Haifilmen, so richtig trashig. Entwickler Tripwire Interactive hat sich diesem B-Movie Feeling in Maneater angenommen und ein entsprechendes Spiel entwickelt, welches am 22. Mai erschienen ist. Ob das Spiel Trash ist oder durchaus spielbar, dass schauen wir uns hier jetzt mal an.

Sie werden so schnell groß

Wie man dem Trailer durchaus entnehmen kann ist Maneater keine sonderlich realistische Hai Simulation, sondern eher (auch wenn es komisch klingt) ein Open World Action RPG oder wie der Entwickler sagt ein “ShaRkPG”. Im Verlauf des Spiels durchwandern wir verschiedene Evolutionsstufen eines Hais. So fangen wir als Baby Hai an und entwickeln uns weiter bis zu einem alten ausgewachsenen Hai. Auf diesem Weg fressen wir Fische, Alligatoren, andere Hai und ja, auch Menschen. Wir treffen auf einige Hai-Jäger, welche wir verspeisen müssen. Mit jedem Happen entwickeln wir uns weiter, schalten “Fähigkeiten” und Mutationen frei, welche wir in einem der vielen Hai-Höhlen auswählen und weiter entwickeln können.

Hübsche Doku

Grafisch macht Maneater auf der PlayStation 4 Pro eine gute Figur. Oft hab ich mich sogar dabei erwischt mit meinem Bullenhai einfach durch die Gegend zu schwimmen um mir die viele Ecken anzuschauen. Dabei hat der Entwickler das “Ubisoft-Prinzip” ins Spiel eingebunden, bei dem eure Karte nur so von Sammelobjekten übersät ist. Der Sound von Maneater ist solide. Ein besonderes Highlight ist hier allerdings der Sprecher, der das Spiel zu einer Doku verwandelt. Im englischen spricht hier Chris Parnell zu uns. So lernt man sogar noch vieles über Haie, auch wenn vieles davon Unnütz ist. 😉

(H)armlose Ziele

Die Gewaltdarstellung des Spiels ist nicht ohne. Knabbern wir zum Beispiel einen Alligator an, so fehlen im dann schon mal die Gliedmaßen. Auch Menschen werden mehr oder weniger genüsslich von unserem Bullenhai zerlegt. Das ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, hebt aber, wie ich finde, den Trashfaktor ala Sharknado hervor. Die Steuerung und die Kamera funktioniert erstaunlicherweise recht gut, allerdings fehlt in Kämpfen die Möglichkeit (s)einen Gegner zu fixieren, denn so verliert man im Wasser schon mal schnell den Überblick. Klar, mann kann mit R3 (Playstation 4) schnell den nächsten Gegner anvisieren, aber eine permanente Aufschaltung wäre manchmal vielleicht besser.

Fazit

Maneater ist vieles und vor allem noch drüber. Die Story ist simpel, Grafik, Sound und Steuerung völlig in Ordnung. Für (aktuell) 39,99 Euro (im PSN Store) bekommt man ca. 9 Stunden trashige Hai-Action mit etwas viel Gewalt. Man entwickelt sich und wächst und gedeiht. Das Spiel wird sicher seine Fanbase haben, wie Sharknado und co. Für zwischendurch finde ich es tatsächlich ganz nett, aber nicht um Menschen zu töten, sondern für einen chilligen Ausflug in den Golf.

Wer sich meine ersten 45 Minuten im Spiel einmal anschauen möchte, der kann das gerne hier tun.

Ich bedanke mich recht herzlich beim Entwickler bzw. Publisher für die Bereitstellung des Testmusters.

Am Rande

Zum Thema der überzogenen Gewaltdarstellung möchte ich abschließend einmal darauf hinweisen, dass Haie sicherlich vieles sind, aber keine durchgeknallten Killer-Maschinen. Oft wird dies in Filmen, etc. falsch dargestellt. Der Podcast Hoaxilla hat heute eine passende Folge zum Thema Haie rausgebracht, welche ich euch hiermit empfehlen möchte. 🙂 (Link)

Auch interessant finde ich die Insert Moin Podcast Folge zu Maneater, welche frei empfangbar ist. (Link)

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