Review

Phoenix Point

Die Welt liegt in Schutt und Asche. Das Pandoravirus hat die Menschheit niedergerafft. Im rundenbasierten Strategiespiel Phoenix Point versucht ihr den Planeten zurückzuerobern. Klingt wie X-Com 2? Stimmt, ob es aber auch so gut ist? Dem gehe ich in diesem Review auf den Grund.

Wer den Trailer gesehen hat, dem wird sicherlich aufgefallen sein, dass dort groß “From the Creator of X-Com” steht. Es handelt sich dabei zwar nicht um das selbe Entwicklerstudio (Firaxis Games), sondern wurde von Snapshot Games entwickelt. Einer der Mitgründer von Snapshot Studios ist Julian Gollop, der bereits in den 90ern bei der Entwicklung von UFO: Enemy Unknown und X-COM: Apocalypse mitgewirkt hat. Über ein Crowdfunding, welches das Ziel von 500.000 in unter einer Woche erreichte, wurde das Spiel finanziert und am 3. Dezember 2019 im Epic Store veröffentlicht.

Das Gollop hier diverse Erfahrungen aus der X-Com Entwicklung hat einfließen lassen ist für mich daher auch kein Wunder, weshalb ich in diesem Review vielleicht das ein oder andere Mal Vergleiche zu X-Com 2 ziehen werde.

Story

Kommen wir aber erstmal zur Story. Diese führt uns in eine nahe Zukunft in der eine Umweltkatastrophe ein mächtigen Virus freisetzt. Dieser sogenannte Pandora-Virus lässt alle Lebewesen mutieren, die sich damit infizieren. Doch was ist das für ein Virus? Und wo kommt es genau her? Als Leiter der Notfallbasis Phoenix Point müssen wir der Sache auf den Grund gehen und die Erde vor den Mutanten und dem Virus befreien. Dabei bauen wir unsere Basis aus, erforschen Technologien, kommunizieren mit unterschiedlichen Fraktionen und ziehen in rundenbasierten Kämpfen gegen die Mutanten in den Krieg. Eben genau wie in X-Com und doch anders.

Der Unterschied

Spielerisch klingt das alles verdammt wie X-Com 2 und ja, es spielt sich auch ähnlich, doch Phoenix Point unterscheidet sich in einigen Bereichen doch recht deutlich dem Gerne-Primus. Da wäre zum Beispiel der Aufbau der Basis, welcher in X-Com 2 wesentlich lebendiger und stylischer rüber kommt. Hier von Raum zu Raum zu “wandern” und den Charakteren zu begegnen ist schon wesentlich cooler als die Kacheldarstellung in Phoenix Point. Und auch in den Dialogen setzt X-Com 2 mehr auf Animation. Das diese Punkte nicht in Phoenix Point enthalten sind dürfte sicherlich ab den unterschiedlichen Entwicklungsbudgets liegen, aber das ist nur eine Vermutung.

Aber Phoenix Point macht auch einiges “besser” als X-Com, so könnt ihr im Kampf einzelne Körperteile der Gegner anvisieren und so zum Beispiel die Arme oder Beine außer Gefecht setzen. So können die Gegner eventuell nicht mehr so weit gehen oder gar ihre Waffe nicht mehr einsetzen. Aber auch bei euren eigenen Leute können Arme, Beine, etc. “deaktiviert” werden, was für den Kampf nicht heilbar ist. Zwar gibt es Medikits, aber diese füllen nur die Lebensleiste und können keine außer Gefecht gesetzten Körperteile heilen. Die Projektile werden dabei übrigens recht realistisch durch die Physik-Engine berechnet und können, wenn sie das Ziel verfehlen bei anderen Objekte oder sogar bei eigenen Soldaten Schaden anrichten.

Und das ist noch nicht alles, denn die ein oder andere Überraschung hält Phoenix Point auch noch parat, aber das will ich euch nun nicht auch noch verraten.

Fazit

Phoenix Point als X-Com Klon zu bezeichnen wäre eigentlich falsch, aber es ist halt einer. Ein paar Abzüge würde ich dem Spiel im Vergleich zu X-Com wegen den fehlenden Animationen in der Basis geben, dies macht das Spiel aber durch die taktischen Möglichkeiten im Kampf wieder wett. Zumindest in meinen Augen. Wer ein Fan der X-Com Spiele ist, sollte hier definitiv zuschlagen. Im ersten Quartal 2020 soll Phoenix Point auch auf der Xbox One erscheinen und im Laufe des Jahres sogar auf der PlayStation 4, wer also kein PC hat, der muss sich nur etwas gedulden.

In der Basis Version kostet das Spiel aktuell 39,99 Euro im Epic Store für 79,99 Euro könnt ihr aber auch zu der Ultra Edition greifen, die unter anderem den Season Pass mit den fünf geplanten DLCs beinhaltet.

Ich bedanke mich recht herzlich beim Hersteller bzw. Publisher für die Bereitstellung des Testmusters.

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