Review: Stellaris – Console Edition

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Dies sind zwar nicht die Abenteuer des bekanntesten Raumschiffs namens Enterprise, aber die Spielwelt von Stellaris ist, je nach Einstellung, auf jeden Fall riesengroß. Doch was ist Stellaris und wie gut ist die Umsetzung vom PC auf die Konsole, welche den Beinahmen “Console Edition” trägt? Genau das schau ich mir heute mit euch an.

Stellaris ist ein echtzeitbasiertes 4X-Strategiespiel. Strategiespiel? Auf der Konsole? Wer jetzt aufhört zu lesen ist möglicherweise selbst Schuld, dass er den großen Spaß verpasst. 🙂 Als Nächstes kommt es natürlich für Einige zu der Frage: Was bedeutet 4X-Strategiespiel? Das Ganze stammt aus dem englischen und kommt von den Wörtern: explore, expand, exploit und exterminate. Zu Deutsch also aufklären, ausbauen, entwickeln und bekämpfen. Die bekannteste 4X-Spielreihe ist dabei sicherlich Civilisation (kurz Civ genannt). Nun aber zurück zu Stellaris, denn während man sich bei Civ auf einen einzelnen Planeten konzentriert, geht es in Stellaris um eine komplette Galaxie mit bis zu 600 Sternen. Zum Vergleich nur: auf dem PC sind bis zu 1.000 Sterne möglich. (Sterne, nicht Planeten!!!)

Das Erste, was mir aufgefallen ist, ist dass man auf der Konsole auf einen etwas älteren Build (1.7.x) gesetzt hat, während man auf dem PC bereits bei der Version 2.2.x angekommen ist. Außerdem fehlten zu Beginn die verfügbaren DLCs. Plantoids und Leviathans wurde bereits nachgeliefert und auch Utopia steht bereits in den Startlöchern und soll im Mai erscheinen. Je DLC fallen dabei zwischen 7,99 und 9,99 Euro an (aktueller Preis PSN Store).

Startet ihr eure Partie Stellaris, so habt ihr erstmal die Wahl zwischen vorgefertigten, zufälligen oder selbst erstellten Rassen. Ja, ihr könnt eure eigene Rasse erstellen. Dabei habt ihr die Qual der Wahl. Was für eine Rasse ist es? Wie heißt sie? Was spricht sie? Worauf basieren die Namen? Welche Eigenschaften haben sie? Und und und… Es ist so umfangreich, dass man sich allein damit schon ewig aufhalten könnte. Anschließend wählt ihr die Standards eurer Partie. Galaxiegröße, Typ, KI-Gegner und und und.

Ihr beginnt mit einem Heimatplaneten, einer kleinen militärischen Flotte, einem Konstruktions- und einem Forschungsschiff. Nun geht es daran die Galaxie zu erkunden und zu erobern. Für die Neulinge steht einem das Tutorial mit Rat und Tat zur Seite.

Nun erkundet und kämpft ihr euch also durch eine prozedural generierte Galaxie. Trefft auf neue Freunde und Feinde. Knüpft Allianzen oder versklavt ganze Völker. Wichtig dabei ist, dass ihr eure Ressourcen (Energie, Mineralien, Nahrung, Einfluss und Einigkeit) im Blick behaltet. Neue Stationen liefern nicht nur Ressourcen, sondern sie benötigen auch Energie. Damit das Ganze aber nicht zu unübersichtlich wird, könnt ihr Gouverneure bestimmen, die ebenfalls unterschiedliche Fähigkeiten und Eigenschaften besitzen und so nach euren Wünschen die Planeten ausbauen.

Es klingt als wäre es super komplex und unübersichtlich, oder? Komplex ist es auch, aber unübersichtlich nicht. Die Menüs in der Konsolenumsetzung sind gut strukturiert und erklären sich recht schnell. Die Steuerung ist einfacher als man denken mag und das Spiel lässt sich auch von der Couch aus an der Konsole gut spielen. Klar, am PC mit der Maus geht es einem einfacher und intuitiver von der Hand, aber auch an der Konsole kann man nach etwas Eingewöhnung viel Spaß mit Stellaris haben.

Grafisch ist Stellaris für ein Strategiespiel gar nicht schlecht. Man kann sehr weit hineinzoomen und so die Schlachten genau beobachten. So muss es sich als Darth Vader oder der Imperator anfühlen, wenn man die Geschicke eines Volkes lenkt. Und ja… man hat sogar die Möglichkeit eine Art Sternenzerstörer zu bauen. Ich selbst bin noch nicht soweit, aber ich habe es bereits in einigen Videos gesehen.

Fazit

Ich bin ganz ehrlich. Ich bin nach ein paar Stunden Spielzeit noch lange nicht soweit um das ganze Ausmaß des Spiels einschätzen zu können. Mein Reich ist noch recht klein und fein und ich musste mich schon mit Piraten, anderen Völkern und anderen mehr oder weniger großen Ereignissen rumschlagen. Die ganzen Möglichkeiten, die dieses Spiel bietet und welche Auswirkungen sie auf mein Volk haben ist unglaublich. Ja, ich hab Spaß mit Stellaris und ich werde sicherlich noch den ein oder andere Abend damit verbringen und die ganze Galaxie an mich reißen.

Stellaris Console Edition kostet in der Standard Edition um die 40 Euro und ist für Xbox one und PlayStation 4 verfügbar. Die Deluxe Edition beinhaltet die drei oben genannten DLC und kostet dann ca. 60 Euro.

Ich bedanke mich recht herzlich beim Hersteller bzw. Publisher für die Bereitstellung des Testmusters.

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