Seit dem 26. Januar 2026 ist Adaptory von Stormcloak Games offiziell im Early Access auf Steam verfügbar. Das Spiel, das von Solo-Entwicklerin Jevon Wright mit viel Herzblut und über vier Jahre Entwicklung entstanden ist, verspricht eine Mischung aus Physik-Simulation, Storytelling und klassischem Base-Building im Weltraum. Ich habe mir das Spiel einmal für euch angeschaut und berichte euch hier davon.
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Nach einem Crash auf einem fremden Planetoiden übernehmen wir die Verantwortung für eine Crew aus vier Forschern. Ziel: Überleben, Reparatur des Schiffes – und vor allem: Anpassung. Denn dieser Planet im All birgt nicht nur Ressourcen, sondern auch Geheimnisse. Die Geschichte wird dabei über Tagebucheinträge, Artefakte und zufällige Gespräche der Crew enthüllt. Dabei entsteht eine melancholische, oft humorvolle, manchmal auch rührende Atmosphäre – fernab von typischen Alien-Invasionen, dafür aber reich an menschlicher Tiefe. Was Adaptory von anderen Kolonie-Sims unterscheidet, ist die physikalisch fundierte Simulation. Es geht nicht nur um „Baue ein Lager, stelle Essen her“. Hier müssen wir Temperatur, Druck, Gasdichte, Flüssigkeitsdynamik und sogar Phasenübergänge verstehen. Brauchen wir Strom? Dann können wir Wasser mit geschmolzenem Gestein aufheizen, Dampf in eine Turbine leiten – oder wir nutzen Solarkollektoren, wenn der Planet gerade im Licht steht. Jedes Material verhält sich „realistisch“, und das erfordert echtes strategisches Denken.
Die Crew Mitglieder sind kein austauschbarer „Arbeiter-Dronen“, sondern bestehen aus Persönlichkeiten mit Stärken, Macken und Beziehungen, wie man es beispielsweise auch von Rimworld kennt. Ein Forscher mag kalt und logisch sein, ein anderer emotional und kreativ. Ihre Interaktionen beeinflussen die Moral – und damit die Effizienz der ganzen Kolonie. Werden sie gestresst, kann das zu Konflikten führen, die den Fortschritt gefährden. Laut Entwickler ist entspricht der aktuelle Stand von Adaptory circa die „erste Hälfte“ der geplanten Geschichte – den ersten beiden „Akten“. Aktuell bietet das Spiel diverse Kernmechaniken, wie Basenaufbau, Energie, Nahrung und Atmosphäre, ein Forschungssystem, Prozedural generierte Ereignisse, sowie eine passende Soundkulisse. Der Soundtrack ist übrigens richtig cool und auf allen gängigen Plattformen verfügbar.
Ich finde die tiefe, realistische Simulation super interessant. Gerade die ganzen physikalischen Elemente sind spannend und fordern einiges an Zeit um die Mechaniken zu verstehen und zu lernen. Die Charaktere mit ihren eigenen Persönlichkeit sind ebenfalls sehr interessant, wobei ich mich selbst oft erwischt habe nicht in ihren Tagebüchern zu stöbern. Das farbenfrohe 2D-Design im Weltraum-Dystopie-Stil fand ich sehr hübsch und auch die Animationen passen perfekt zu dem Stil. Wie bei jedem Early-Access-Titel gibt es aber natürlich auch Raum für Verbesserungen. Eine deutsche Übersetzung wäre ebenso wünschenswert, wie ein weiterführendes Tutorial, welches die unterschiedlichen Aspekte im Spiel erklären. Die Oberfläche wirkt stellenweise noch etwas „technisch“, aber Anpassungen an der UI sind bereits geplant. Laut Roadmap sollen innerhalb des nächsten Jahres drei große Updates folgen, mit neuen Charakteren, erweitertem Forschungsbaum, mehr Zufallsereignissen und einer abgeschlossenen Hauptgeschichte. Das Ziel: über 20 Stunden packendes Gameplay.
Adaptory ist kein Spiel für alle – aber für Fans von Oxygen Not Included, Dyson Sphere Program oder RimWorld ein absolutes Muss bereits in der aktuellen Early Access Phase. Es verbindet wissenschaftliche Neugier mit emotionaler Narration und fordert nicht nur logisches Denken, sondern auch Empathie. Wenn du Lust hast, nicht nur eine Basis zu bauen, sondern eine Geschichte zu entdecken, während du gegen Physik, Psychologie und das Weltall selbst ankämpfst – dann ist Adaptory genau das Richtige. Und wer jetzt einsteigt, wird Teil einer spannenden Entwicklungsgeschichte – genau wie die Crew auf ihrem mysteriösen Planeten. Ich werde das Spiel definitiv weiterverfolgen und auch sicher noch einige Stunden spielen.






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