Nachdem wir uns gestern ein sehr coolen DLC für Stellaris angeschaut haben, geht es heute mit einem DLC für Age of Wonders 4 weiter. Dieses Mal dreht sich der von Triumph Studios entwickelte DLC um das Erbe mächtiger Zauberer-Könige und verborgenen Taschendimensionen. Was ich von dem DLC halte, lest ihr in diesem Review.
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Das Herzstück der Erweiterung bilden die sechs neuen magischen Bücher, welche die strategische Varianz des Spiels nochmal in die Höhe treiben. Von defensiven Schutzwällen im Buch der Abschwörung über die düstere Macht des Buches der Verderbnis bis hin zu den kosmischen Kräften, die im Buch des Kosmos schlummern, wird jede Ausrichtung mit frischen, mächtigen Synergien versorgt. Ergänzt wird dieses Arsenal durch die Einführung der Eulenartigen als neue physische Form. Diese weisen, gefiederten Kreaturen bringen nicht nur eine herrlich mystische Ästhetik auf die Weltkarte und in die Taktikkämpfe, sondern fügen sich auch nahtlos in das namensgebende Thema der uralten Archive und des geheimen Wissens ein. Auf der Weltkarte selbst sorgen versteckte Taschendimensionen, die sogenannten Verhüllten Inseln, für spannende Erkundungsmomente abseits der bekannten Pfade, in denen extrem mächtige, aber ebenso gefährliche Zauber auf ihre Entdeckung warten.
Zu dem dürfen wir uns über drei neue Story-Reiche freue, die jeweils völlig unterschiedliche spielerische und erzählerische Schwerpunkte setzen. In Evermore wandelt man auf den Spuren von Merlin und versucht als dessen Lehrling, die Geheimnisse eines zerfallenen Magierzirkels zu ergründen, was sich besonders für lore-begeisterte Veteranen als echtes Highlight entpuppen könnte. Einen drastischen Kontrast dazu bildet die Grube von Azh’Ruun, eine von ewigem Gemetzel und infernalischem Chaos geprägte Dämonenwelt, die selbst erfahrenen Strategen logistisches und taktisches Verhandlungsgeschick abverlangt dürfte. Den Abschluss bildet die Rettungsmission in den Hügelhöhlen, wo man in ein nebliges, unberechenbares Feenreich eintaucht, um den legendären Helden Ham Binger zu befreien. Diese Mischung aus klassischer Heldenreise, purem Überlebenskampf und skurriler Magie ist eine schöne Mischung an neuen Storys.
Zusammen mit den neuen Landmarken, den unheimlichen Spinnen-Reittieren und den gewohnt atmosphärischen Musikstücken beweist das Add-on, wie ein kompaktes Story-Pack aussehen sollte. Es recycelt nicht einfach nur bestehende Elemente, sondern erweitert das Fundament des Hauptspiels an genau den richtigen Stellen um echte spielerische Tiefe und erzählerischen Mehrwert. Wer Age of Wonders IV vor allem für seine grenzenlose Sandbox-Kreativität und die dichte Fantasy-Atmosphäre schätzt, kommt an diesen gut gehüteten Geheimnissen der Erzmagier schlichtweg nicht vorbei.



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