Nach The Occultist geht es heute mit einem weiteren Horror-Spiel weiter. Wie gruselig das von Big Bad Wolf entwickelte und von Nacon veröffentlichte Cthulhu: The Cosmic Abyss tatsächlich ist und wie gut es aus meiner Sicht ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Review.

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Die größte Stärke des Spiels ist zweifellos seine Atmosphäre. Meiner Meinung nach haben die EntwicklerInnen ein cooles und klaustrophobisches H. P. Lovecraft Werk geschaffen. Wenn wir uns durch die knarzenden Korridore der Station bewegen, spüren wir die Isolation in jeder Faser. Das Sounddesign, das von leisem Gurgeln des Wassers bis hin zu markerschütternden, unmenschlichen Klängen alles abdeckt, macht das Spiel zu einer psychologischen Herausforderung. Es ist definitiv kein Action-Spektakel, sondern eher ein langsames „Eintauchen” in den Abgrund, bei dem jedes Lichtflackern die Pulsfrequenz in die Höhe treiben kann.

In The Cosmic Abyss wird eine Mischung aus Detektivarbeit und Survival-Horror auf spielerische Weise umgesetzt. Als Ancile-Agent Noah untersuchen wir das Verschwinden der Minenarbeiter einer Tiefsee-Minenstation im Pazifik. Dabei steht uns unsere KI-Begleiterin Key zur Seite. Sie fungiert dabei nicht nur als bloße Navigationshilfe, sondern verleiht der Geschichte auch Tiefe. Sie filtert unsere Wahrnehmung der Welt durch technologische Analysen, während unser eigener Verstand unter dem Einfluss des „Großen Alten” zu bröckeln beginnt. Das ständige Hin und Her zwischen rationaler Logik und psychotischem Zerfall ist cool umgesetzt.

Allerdings ist das Spiel, was ich sehr schade finde, nicht frei von Schwächen. Die Story ist zwar sehr fokussiert, aber manchmal fühlt man sich bei den Rätsellösungen zu stark an die Hand genommen oder völlig überfordert. Wer sich spielerische Freiheiten oder komplexe Rollenspiel-Elemente erhofft, könnte von Cthulhu: The Cosmic Abyss enttäuscht werden. Auch das Pacing im Mittelteil wirkt stellenweise etwas zäh. Viel schlimmer war für mich jedoch ein Bug, durch den ich nicht mehr weiterspielen konnte. So musste ich das Spiel nach gut drei Stunden einmal von vorne beginnen, da ich keine Gegenstände mehr analysieren konnte. Zudem hatte ich gegen Ende auf der PlayStation 5 einige Performance-Probleme und Abstürze. Abgesehen davon fand ich das letzte Rätsel wirklich höllisch, vielleicht war das aber auch ein persönliches Problem.

Wer auf atmosphärischen, intelligenten Horror steht, wird hier exzellent bedient. Cthulhu: The Cosmic Abyss ist kein Spiel, das man einfach so nebenbei spielt. Es verlangt deine Aufmerksamkeit, belohnt dich dafür aber mit einer der intensiven und bedrückenden Horrorerfahrungen. Ein absolutes Muss für Fans des kosmischen Lovecraft-Horrors, die bereit sind, ihren Verstand ein wenig zu strapazieren.

Ich fand es cool, auch wenn meine Eindrücke durch die paar Bugs die ich hatte und das letzte Rätsel etwas getrübt wurden.