Dying Light hat mich damals auf der PlayStation 4 echt gut unterhalten. Leider konnte mich Dying Light 2 nicht wirklich in seinen Bann ziehen. Also kein Wunder, dass ich beim Standalone-DLC „The Beast“ zunächst sehr skeptisch war. Sollte sich das Adventure als bloße Erweiterung in diesem Stil entpuppen, hätte ich es sicherlich nach ein paar Stunden zur Seite gelegt. Ob es so gekommen ist oder ob „The Beast“ mich eines Besseren belehren konnte, erfahrt ihr in diesem Review.

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Okay, okay: Dying Light – The Beast macht vieles anders als das Hauptspiel – und ehrlich gesagt ist das gut so. Das Spiel liefert mir genau die Action und den Horror, den ich erwartet habe – verpackt in einer überraschend kompakten, aber intensiven Welt. Und hey: Kyle Crane (Hauptcharakter aus Teil 1) ist zurück.

Die Story? Klassisch, aber effektiv: Rache am Baron, einem Bösewicht aus dem Baukasten, dem man ordentlich in den Hintern treten will. Nach den Ereignissen des ersten Teils gerät Crane in die Gefangenschaft des Barons, der ihn als Versuchsobjekt missbraucht. Crane entkommt und schwört Rache. Doch zunächst muss er wieder an Stärke gewinnen. Klischee? Klar. Aber es funktioniert – auch weil kleine Storywendungen verhindern, dass der Plot völlig in die Belanglosigkeit abdriftet. Außerdem ist die Spielwelt viel zu schön, um sie nur als Zombie-Spielplatz abzutun.

Gameplay

Dying-Light-typisch wird wieder viel gerannt – und zwar schnell. Das bewährte Parkour-System glänzt, ohne zu fummelig zu werden. Die Welt ist kleiner, aber dichter, und es gibt jede Menge Aufgaben. Ob Zombies mit Hand, Fuß oder Armbrust zerlegt werden: Gewalt steht wieder auf der Tagesordnung. Aber Vorsicht vor der Nacht – die Schattenjäger haben es in sich.

Dank des Barons könnt ihr euch mit genug Adrenalin in eine Bestie verwandeln. Klingt spaßig, spielt sich aber anfangs etwas chaotisch: Kontrolle und Orientierung fehlen. Erst nach einigen Kämpfen und mit den richtigen Skillpunkten stellt sich ein echtes Powergefühl ein. Der Talentbaum selbst wirkte auf mich jedoch eher mau; ein paar bedeutendere Entscheidungen hätten ihm gutgetan. Auch die Steuerung fühlte sich dabei teilweise merkwürdig an – fast so, als sei das Ganze vor allem für Konsole entworfen worden.
Erwähnenswert: Es gibt keine Schnellreise. Dafür könnt ihr in einige Autos steigen und damit durch Zombiehorden brettern – solange der Tank voll ist.

Technik

Grafisch passt das Spiel, doch man merkt, dass die hauseigene C-Engine langsam in die Jahre kommt. Nervig war außerdem ein fast bildschirmfüllender Hinweis, dass die Internetverbindung angeblich abgerissen sei – obwohl meine Verbindung stabil lief. Die deutsche Synchro ist ordentlich, ich würde aber eher die englische Vertonung empfehlen. Schön gelöst: Im Koop-Modus zählen die Fortschritte endlich für alle Mitspielenden. Das verdoppelt den Spaß.

Fazit

Dying Light – The Beast streicht Schwächen des Hauptspiels, bringt Klassiker wie Crane zurück und konzentriert sich auf das, wofür die Serie steht: Zombies vermöbeln, Parkour laufen, Story erleben. Dazu sorgt das europäisch angehauchte Setting Castor Woods für frische Atmosphäre.
Natürlich gibt es Schwächen – wiederholende Aufgaben und kleinere Technikmacken. Aber unterm Strich bleibt ein starker Grund, nachts mal wieder über die Dächer zu sprinten. 😉

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