Im letzten Herbst hatte ich ein Test zu Farthest Frontier  veröffentlich. Ich hatte damals geschrieben, dass das Spiel für mich die perfekte Alternative zum hektischen Stress moderner Strategiespiele ist – ein Titel, den man am besten mit einem Tee auf dem Tisch und leiser Musik genießt, während man seinen Siedlern einfach beim Arbeiten zusieht. Nun hat Entwickler Crate Entertainment die erste kleine Erweiterung veröffentlicht: Das Cats & Dogs DLC, welches mir natürlich anschauen wollte.

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Die größte Neuerung steckt natürlich schon im Namen, denn Katzen und Hunde ziehen mit diesem DLC in unsere Dörfer ein. Wer jetzt denkt, das sei reine Kosmetik für die ohnehin schon wunderschöne Kulisse, der täuscht sich. Die Tiere greifen nämlich in das aus dem Hauptspiel bekannte Spielgeschehen ein. Die Hunde erweisen sich dabei als die perfekten Begleiter für unsere Jäger im tiefen Wald, um sie dort vor Bären und Wölfen zu schützen. Außerdem können wir sie in speziellen Gebäuden züchten.

Die Katzen hingegen streunen eigenwillig durch die Straßen und jagen Ratten. Das entlastet unsere Rattenfänger ungemein und spart im fortgeschrittenen Spielverlauf wertvolle Arbeitskraft, die wir an anderer Stelle gut gebrauchen können. Und ja, man kann die Tiere tatsächlich streicheln. Klickt man mit einem unserer Bewohner einen der Vierbeiner an, knuddeln diese das Tier, was  verdammt niedlich aussieht. Aber Farthest Frontier bleibt sich treu, denn wo es Idylle gibt, lauert auch die Gefahr. Der DLC führt nämlich auch räuberische Füchse ein, die es auf unsere Hühnerställe abgesehen haben, sowie verfressene Murmeltiere, die mit Vorliebe unseren mühsam geplanten Ernten im Handumdrehen vernichten.

Allerdings fühlen sich diese Gefahren teilweise zu mächtig an. Ein Fuchs bspw. hüpfte bei mir über Zäune in den Hühnerstall und riss dort meine komplette Hühnerzucht, während meine Dorfbewohner seelenruhig daneben standen. Ich bin gespannt, wann Crate Entertainment hier ein entsprechenden Patch liefert, denn so kann man nur machtlos zusehen. Abschließend sei noch erwähnt, dass das Spiel auch mit einigen neuen Dekorationen daher kommt.

Farthest Frontier: Cats & Dogs ist eine kleine, aber unheimlich charmante Erweiterung. Sie bringt genau das, was draufsteht: Sinnvolle tierische Begleiter, die uns ein bisschen Mikromanagement abnehmen, und neue Herausforderungen für unsere Landwirtschaft. Wer das Hauptspiel liebt und einfach noch tiefer in die dörfliche Atmosphäre eintauchen möchte, macht mit dem DLC absolut nichts falsch. Wer hingegen auf große, spielverändernde Mechaniken wartet, kann diesen Zusatzinhalt getrost auslassen. Für mich persönlich ist es die perfekte Ausrede gewesen, um mal wieder mit einer Tasse Tee vor dem Monitor zu sitzen und meiner Siedlung beim Wachsen zuzusehen.