Flotsam habe ich bei einem Streamenden auf Twitch gesehen und fand es sehr interessant. Eine Mischung aus Städtebau, Survival und Erkundung auf einem von Wasser überfluteten Planeten. Doch kann das Spiel den Ansprüchen gerecht werden? Ich hab mir das Spiel einmal angeschaut und möchte euch in diesem Review davon berichten.

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Flotsam ist ein entspannter, aber durchaus auch fordernder Städtebau‑Survival‑Mix auf einem endlosen Ozean voller Müll. Auf dem Ozean finden wir Treibholz, Plastik und Schrott, welche wir als Ressourcen einsammeln und verarbeiten können um unsere schwimmende „Stadt“ zu vergrößern, zu verbessern und so unseren Einwohnern, den sogenannten Driftern, eine neue Heimat zu bieten. Trotz des düsteren Endzeit‑Szenarios setzt das Spiel auf eine bunte Comic‑Optik mit ziemlichen hübschen Animationen und einem überraschend hoffnungsvollen Ton, der die melancholische Stimmung versunkener Städte am Meeresgrund nur sanft anklingen lässt.

Spielerisch dreht sich in Flotsam alles um einen klaren, verzahnten Kreislauf: Aus Müllmaterialien entstehen Gebäude, diese sichern Wasser, Nahrung und Lagerkapazitäten. Wir retten weitere Drifter und schalten durch Forschung neue Upgrades frei, während die Stadt langsam über den Ozean wandert. Die Drifter ziehen später dann auch in kleinen Booten los, um Plastik, Holz und Metall zu bergen, die wiederum in Produktionsketten fließen – vom Recycling über die Wasseraufbereitung bis zur Forschung, die unsere schwimmende Siedlung effizienter und autarker macht.

Jeder Drifter unserer hat zum dem – ähnlich wie beispielsweise in Rimworld – eigene Attribute, Geschichten und sein eigenes Stimmungsbild, was sich auf die Moral auswirkt. Die Moral beeinflusst dabei unter anderem wie schnell die Drifter arbeiten und sich bewegen. Die Moral wird dabei von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Wir müssen dabei unter anderem auf die Qualität der Nahrung achten, die Wohnsituation und auch wie Schön unsere Stadt gebaut ist. Wir können den Driftern außerdem unterschiedliche Aufgaben zuweisen, so dass jeder das macht, was er am besten kann oder am liebsten macht.

Die Steuerung der schwimmenden Stadt bleibt dabei zugänglich, da der Kern unseres Floß‑Gebildes auf einer Übersichtskarte gezielt zu Ressourcenfeldern oder interessanten Punkten manövriert wird und das Spieltempo so gestaltet ist, dass sich schnell ein angenehmer Verwaltungs‑Flow einstellt. Ich empfinde Flotsam als eher zugänglich als brutal, es kann komplex werden, setzt aber weniger auf harte Rückschläge als auf stetige Optimierung und das Ausbalancieren der Systeme. Nach einer langen Early‑Access‑Phase ist nun die 1.0 Version mit erweitertem Content, zusätzlichen Biomen und überarbeiteten Systemen erschienen, die in Kombination mit der farbenfrohen Präsentation und soliden Performance.