Mit Frosthaven hat es ein weiteres Schwergewicht der modernen Brettspielwelt in digitaler Form auf den PC geschafft. Das Spiel gilt als geistiger Nachfolger von Gloomhaven und erschien am 31. Juli 2025 im Early Access für Steam und den Epic Games Store. Entwickelt wird es von Snapshot Games unter der Leitung des XCOM-Erfinders Julian Gollop, in enger Zusammenarbeit mit Brettspiel-Designer Isaac Childres. Ich habe mir das Spiel mal angeschaut und in diesem Review teile ich meine Eindrücke mit euch.

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Die Early-Access-Version umfasst rund ein Drittel des geplanten Endinhalts und bietet bereits jetzt zahlreiche Features: Acht unterschiedliche Charakterklassen, über 40 taktische Missionen, mehr als 100 entscheidungsabhängige Ereignisse und den Aufbau eines Außenpostens, der nach und nach zusätzliche Funktionen freischaltet. Gespielt werden kann sowohl solo als auch im Koop-Modus.

Gameplay und Mechaniken

Das Herzstück von Frosthaven liegt eindeutig in seinen komplexen, taktisch tiefgehenden Mechaniken, die sich stark am Brettspiel orientieren. Besonders interessant sind die vielfältigen Charakterklassen: Von klassischen Nahkämpfern bis hin zu elementar fokussierten Figuren, die sogar die Umgebung gezielt manipulieren können, reicht die Bandbreite.

Allerdings zeigt genau hier das Spiel auch seine Hürden. Trotz Tutorial habe ich viele Feinheiten nicht wirklich verinnerlicht. Die Kombination von Kartenfähigkeiten, das geschickte Platzieren von Elementen oder auch die Rast-Mechanik wirken anfangs überfordernd. In meinen Partien klickte ich mich oft eher ratlos durch die Kämpfe – ein Umstand, der schnell frustrierend werden kann. Das heißt nicht, dass die Mechaniken schlecht wären. Im Gegenteil: Für Fans von komplexen Taktiksystemen steckt hier jede Menge Tiefe drin. Für Einsteiger oder Gelegenheitsspieler ist der Zugang jedoch alles andere als leicht.

Technik und Benutzeroberfläche

Wie bei vielen Early-Access-Titeln macht sich auch hier der unfertige Status bemerkbar. Die Benutzeroberfläche wirkt derzeit wenig intuitiv, Tooltips fehlen oder erklären wichtige Karten- und Fähigkeitsmechaniken nicht ausreichend. Dadurch verstärkt sich das Gefühl der Überforderung zusätzlich. Darüber hinaus sind Balancing-Fragen sowie technische Probleme präsent, die den Spielfluss aktuell noch bremsen.

Fazit

Frosthaven ist ohne Frage ein Spiel mit großem Potenzial. Wer das Brettspiel oder Gloomhaven bereits liebt und sich auf eine digitale Umsetzung freut, dürfte trotz Schwächen schon jetzt einiges an taktischem Tiefgang finden. Wenn Snapshot Games Performance, Balance und Benutzerführung verbessert, hat dieser Titel das Zeug, zu einem der interessantesten Taktikspiele auf dem Markt zu werden.

Für mich persönlich blieb der Einstieg allerdings zu sperrig und überfordernd. Fans strategischer Schwergewichte werden sich hier schneller zuhause fühlen – wer jedoch auf ein zugängliches Spielerlebnis hofft, sollte den weiteren Entwicklungsfortschritt abwarten.

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