Vor knapp zwei Monaten habe ich Ghost Keeper getestet und nun habe ich Ghost Master: Resurrection in die Hände bekommen und habe mir das einmal genauer angeschaut. Hierbei handelt es sich um ein Remake von dem 2003 erschienenen Ghost Master, welches ich allerdings nicht gespielt habe, so dass ich in meinem Review keine Vergleiche zu Ursprungsversion vornehmen konnte.

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In Ghost Master: Resurrection kommandieren wir eine Gruppe von Geistern. Wir verfolgen dabei ein klares Ziel: Wir erschrecken – wie auch in Ghost Keeper – Menschen in unterschiedlichen Szenarien so effizient wie möglich. Das Spiel verlangt von uns dabei strategische Planung und den gezielten Einsatz unserer Ressourcen. Wir agieren dabei nur als taktischer Leiter im Hintergrund und lösen Kettenreaktionen aus, um entsprechend Panik zu verbreiten. Der Erfolg unserer Mission hängt maßgeblich vom Bindungssystem ab. Wir können unsere Geister nicht beliebig in Räumen platzieren, sondern jeder Geist benötigt eine spezifische Ankerstelle in der Umgebung. Wassergeister setzen wir beispielsweise an Waschbecken oder Pfützen ein. Elektrogeister funktionieren nur in der Nähe von technischen Geräten wie Fernsehern oder Steckdosen. Wir müssen daher die Laufwege der Menschen genau beobachten. Wenn eine Zielperson das Badezimmer ansteuert, können wir dort ja schon mal einen Wassergeist platzieren. Der im richtigen Moment unsere gestellte Falle auslöst.

Unsere wichtigste Ressource ist das Plasma. Wir starten jedes Level mit einem kleinen Vorrat. Jede Aktion unserer Geister verbraucht diesen „Treibstoff“. Wir generieren aber neues Plasma, indem wir Menschen erschrecken. Je höher das Angstlevel der Sterblichen steigt, desto schneller füllt sich unser „Tank“. Mit diesem Gewinn schalten wir dann mächtigere Fähigkeiten frei. Ein einfacher Windstoß kostet wenig, während eine großflächige Psychose viel Plasma verbraucht. Wir müssen also das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen ständig abwägen, um nicht handlungsunfähig zu werden. Wir analysieren die Profile der Menschen um unser Spuken zu perfektionieren, denn feder Charakter besitzt individuelle Schwachstellen und Phobien. Wenn wir eine Person mit Angst vor Spinnen identifizieren, setzen wir gezielt einen ganzen Schwarm Spinnen ein. Diese spezifischen Reize wirken deutlich stärker als allgemeiner Lärm. Wir steigern die Effizienz, indem wir dann noch Fähigkeiten kombinieren. Wir schalten mit einem Elektrogeist beispielsweise das Licht aus und lassen sofort danach einen Poltergeist Gegenstände werfen. Die Dunkelheit verstärkt diesen Schreckmoment.

Die Szenarien bieten uns unterschiedliche Umgebungen von Wohnhäusern bis hin zu Militärbasen. Jedes Level erfordert eine neue Zusammenstellung unseres Teams, welches wir im Verlauf der Kampagne erweitern. Die Kameraführung ist aber in engen Innenräumen gelegentlich etwas unübersichtlich. Wie gut, dass wir das Spiel zu jederzeit pausieren können, denn so planen wir unsere nächsten Schritte ohne Zeitdruck und behalten sowohl den Überblick, als auch die volle Kontrolle über das Geschehen. Das Spiel belohnt logisches Denken und konsequentes Ressourcenmanagement.

Fazit zur Ghost Master Neuauflage: Ghost Master: Resurrection überzeugt durch tiefgreifende Mechaniken und eine klare strategische Ausrichtung, es wirkt aber weniger Komplex als Ghost Keeper. Wer Management-Spiele mit düsterem Humor schätzt, findet hier eine lustige Herausforderung.