Eigentlich hatte mich I Hate This Place gar nicht angesprochen, aber irgendwie hatte ich dann doch Lust auf das Spiel und war jetzt sehr dankbar es anspielen zu können. Ob es mir gefällt lest ihr in diesem Review.
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I Hate This Place ist ein isometrisches open world survival Spiel in dem wir in die Rolle von Elena schlüpfen. Wir kehren auf unsere alte Familienranch zurück, wo unsere Mutter spurlos verschwunden ist. Als nun auch noch unsere Freundin Lou bei einem okkulten Ritual verschwindet, entspinnt sich eine Geschichte aus Regierungsgeheimnissen, Kulten und einem monströsen Wesen, das nachts über das Land streift. Dabei setzt die Story stark auf Mystery, Albtraumbilder und die Frage, was real ist und was aus den Comics und Mythen in die Spielwelt herübergeschwappt ist. Erzählerisch bleibt das Spiel dabei aber eher auf der kompakteren Seite.
Spielerisch kombiniert „I Hate This Place“ Stealth, Action, Crafting und einen leichten Survival-Fokus. In der isometrischen Perspektive erkunden wir nacheinander erschlossene Gebiete, suchen nach Ressourcen, bauen Fallen, Granaten und improvisierte Waffen. Wir entscheiden situativ, ob wir den Gegnern ausweichen oder sie bekämpfen. Die Idee: Wir schleichen mit Dosen- oder Geräuschablenkungen an Mutanten vorbei, nutzt Lüftungsschächte und Deckung – und haben im Notfall genug Feuerkraft, um uns zu wehren. In der Praxis ist das Balancing allerdings nicht so geil. Anfangs wirkt der Ressourcenmangel zwar noch etwas bedrohlich, später wird das Horten von Material allerdings leichter, während das Kampfsystem durch unpräzises Zielen und träges Movement eher Frust als Adrenalin erzeugt. Schade eigentlich.
Ein weiterer Kritikpunkt ist das Speichersystem: Die Checkpoints liegen teilweise weit auseinander, sodass gescheiterte Versuche mit langen Rückwegen und wiederholten Kämpfen bezahlt werden müssen – nichts, was man nach einem langen Arbeitstag unbedingt mehrfach erleben will. Die Gebiete selbst wechseln oft zwischen Labor- und Minenumgebung und bieten clevere Einzelideen, wiederholen sich allerdings visuell und strukturell für mich etwas zu oft.
I Hate This Place ist ein interessanter Titel, der für mich allerdings hinter seinen Erwartungen her hinkt. Neben den oben genannten Problemen könnte ich hier noch die Steuerung per Maus/Tastatur aufführen. Diese fühlte sich für mich gar nicht gut an. Es wurde aber besser als ich den Controller in die Hand genommen hatte. Das würde ich aber auch jedem Spielenden empfehlen. Hab ich I Hate This Place durch? Nein! Werde ich es durchspielen? Leider auch nicht, es sei denn Entwickler Rock Square Thunder arbeitet hier nach.






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