Grundsätzlich bin ich ja eher jemand der nicht gerne Echtzeit-Strategie-Spiele zockt. Aber bei der Definitive Edition von Northgard wurde ich irgendwie neugierig. Ich finde halt das Setting rund um die nordische Mythologie spannend und dazu sah das Basebuilding recht spaßig aus. Ob mich Northgard dazu bringt mehr Echtzeit-Strategie zu zocken lest ihr in diesem Beitrag.

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Mein erster Start mit der Northgard: Definitive Edition war nicht ganz einfach. Ich habe in dem vorhandenen Menü kein Tutorial gefunden und so stand ich in meiner ersten Runde ein wenig wie der berühmte Ochs vor dem Berg. Irgendwann stellte ich dann fest, dass sich das Tutorial in der ersten Story im Geschichtenmodus verbirgt.

Doch worum geht es über Haupt in Northgard? Northgard ist ein Echtzeit-Strategiespiel mit pausierbaren Elementen, in dem wir ein Wikinger‑Clan auf einem neu entdeckten Kontinent aufbauen, versorgen und gegen KI oder – im Multiplayer-Modus – andere Spieler in Stellung bringen. Statt dabei auf Massenschlachten zusetzt, setzt das Spiel auf ein überschaubares Dorfmanagement, aufgeteilt in unterschiedlichen Sektoren, die wir nach und nach besiedeln und die begrenzten Bauplätze sinnvoll ausbauen. Dabei stoßen wir immer wieder auf Elemente der nordischen Mythologie. Wir begegnen Kobolden, Riesen und anderen Sagenwesen.

Dabei spielt sich Northgard eher wie ein entspanntes, aber forderndes Aufbauspiel, welches ständig Entscheidungen von uns fordert. Welche Region nehmen wir als nächstes ein, wie viele Dorfbewohner kümmern sich um Holz, Nahrung, Militär oder Forschung? Dabei müssen wir zusätzlich auf die dynamischen Jahreszeiten achten, denn im Winter verbrauchen wir beispielsweise mehr Nahrung und die Schwierigkeit der Kämpfe steigen. Zu dem gibt es unterschiedliche Clans, die jeweils eigene Boni, Spielstile und teilweise eigene Spielmechaniken mitbringen. Wem die Clans des Hauptspiels nicht reichen, der kann über DLCs weitere freischalten.

Die Northgard: Definitive Edition bündelt das Grundspiel mit wichtigen Inhalten und legt oben drauf noch neue Elemente – ein guter Zeitpunkt also, um (wieder) einzusteigen. Enthalten sind unter anderem die große „Cross of Vidar“-Erweiterung sowie drei der ursprünglich als DLC verkauften Clans: Schlange, Drache und Pferd. Neu hinzu kommen zudem ein Valhalla‑Biome sowie die bislang Bifröst-exklusiven Biome, die nun auch in anderen PvE- und PvP‑Modi verfügbar sind. Zusätzlich gibt es Komfort‑Anpassungen wie ein überarbeitetes In‑Game‑Shop‑System und eine Art‑Gallery mit Konzeptzeichnungen, alternativen Artworks und Einblicken in die Entwicklungsphasen – kleine Extras für alle, die sich ein bisschen stärker in die Welt und Entstehung von Northgard hineinfuchsen möchten.

Auch wenn es nicht die Tiefe eines gigantischen 4X‑Titels erreicht, fühlt es sich eher danach an als nach einem klassischen Echtzeit-Strategie-Titel. Northgard überzeugt dank fokussiertem Gameplay, abwechslungsreichen Clans und jetzt eine ziemlich attraktive Definitive Edition – ideal für Spielende, die Aufbau, Taktik und Atmosphäre in einem überschaubaren Rahmen schätzen.