Das von Sad Cat Studios entwickelte und über Thunderful Games veröffentlichte Spiel Replaced war bereits vor Release in aller Munde. Viele haben sich auf das Spiel gefreut, das uns in ein alternatives Cyberpunk-Amerika der 1980er-Jahre entführt. Was euch dort erwartet und ob mir diese Zeitreise gefallen hat, erfahrt ihr in diesem Review.
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In Replaced übernehmen wir die KI R.E.A.C.H., die im Körper ihres Erfinders Warren Marsh gefangen ist. Auf unserer Reise decken wir auf, welche Machenschaften hinter der Firma stecken, für die Marsh gearbeitet hat. Dabei bewegen und kämpfen wir uns durch verschiedene Umgebungen der wunderschönen, fiktiven Stadt Phoenix City. Im Verlauf lernen wir unterschiedliche Fähigkeiten und Waffen kennen, wobei wir uns hauptsächlich mit einem Schlagstock durch die Gegner schlagen. Der Fokus liegt klar auf Parieren, Ausweichen und Kontern. Dank entsprechender Anzeigen funktioniert das insgesamt gut. Da die Gegner meist in der Überzahl sind, wirken die Kämpfe mit der Zeit jedoch etwas repetitiv – besonders gegen Ende empfand ich das als leicht nervig. Ein Highlight sind hingegen die paar Bosskämpfe, die auf unserer Reise auf uns warten. Hier sind zwar unterschiedliche Herangehensweisen gefragt, die sich aber aus den zuvor erlernten Mechaniken schnell ableiten lassen.
Doch Replaced ist kein reines Kampfspiel. In erster Linie handelt es sich um einen 2,5D-Platformer, bei dem wir uns eher kletternd und springend fortbewegen. Die Steuerung fühlte sich hierbei für mich stellenweise etwas holprig an, doch dank fair gesetzter Checkpoints lassen sich auch „schwierigere“ Passagen schnell meistern. Wirklich schwer sind diese Abschnitte allerdings nicht, hier ist eher richtiges Timing und entsprechende Wegfindung gefragt. Auch der einstellbare Schwierigkeitsgrad ändert daran wenig, da er hauptsächlich die verfügbaren Heilungsmöglichkeiten beeinflusst. Ergänzt wird das Gameplay durch Schleichpassagen und kleinere Rätsel. So müssen wir beispielsweise Geschützen ausweichen, Sprungpassagen bewältigen, Geräte hacken oder Maschinen aktivieren. Zusätzlich gibt es ein paar Nebenquests und zahlreiche Sammelgegenstände in der Spielwelt. Gerade die Nebenmissionen bieten die Möglichkeit, die gut geschriebenen Charaktere besser kennenzulernen und Boni wie mehr Leben oder zusätzliche Heilung freizuschalten.
Wer mich kennt, der weiß, dass ich eigentlich mit Pixelgrafik nicht viel anfangen kann, aber in Replaced passen Licht, Schatten und die unterschiedlichen Perspektivwechsel so gut zusammen, dass mir die Pixeloptik total egal war. Im Gegenteil, ich finde es passt perfekt zu diesem Spiel. Hinzu kommt ein starker Soundtrack, der die Emotionen des Spiels trägt und die jeweiligen Momente gut begleitet. Was mir auf der anderen Seite aber gefehlt hat, ist eine passende Synchronisierung. Wir müssen alle Texte selbst lesen, was zwar bei Zwischensequenzen kein Problem darstellt, aber gerade mitten im Spielgeschehen etwas schwierig ist und meiner Meinung nach dann auch den Spielfluss hemmt, da man zum Lesen der Texte ggf. erstmal stehen bleibt, statt sich weiter fortzubewegen.
Grundsätzlich hat mir Replaced gut gefallen, über die Makel kann ich relativ gut hinweg sehen. Meiner Meinung nach hätte die ein oder andere Passage aber gerade zum Ende kürzer sein können, aber die Reise, welche knapp 12 Stunden dauerte, habe ich dennoch genossen und hatte meinen Spaß. Ich hab das Spiel zwischenzeitlich sogar sehr gut auf dem SteamDeck spielen können. Das lief echt gut und das Spiel ist wie dafür gemacht.









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