Ein paar Stunden hab ich jetzt in The Mound: Omen of Cthulhu verbracht und dabei sowohl alleine, im Duo als auch zu viert den verfluchten Dschungel durchsucht. Entwickler ACE Team hat uns hier ein Koop-Horrorspiel serviert, welches sich meiner Meinung nach gewaschen hat. Was mich an dem Spiel fasziniert und ob es sich lohnt reinzuspielen lest ihr in diesem Review.
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In The Mound: Omen of Cthulhu begeben wir uns ins späte 19. Jahrhundert. Dabei lehnt sich das Spiel, wer hätte es gedacht, atmosphärisch an Geschichten von H.P. Lovecraft an. Insbesondere die gleichnamige Kurzgeschichte hat den Entwicklern als Vorlage gedient. So machen wir uns als Teil einer Expedition auf die Gefahren des unerforschten und undurchdringlichen Dschungel von Südamerika zu erforschen. Dabei ist unser primäres Ziel recht simpel, denn wir sollen eine vorausgegangene und spurlos verschwundene Expedition ausfindig machen. Getrieben von der blinden Gier unseres Kapitäns werden wir immer dazu aufgefordert auf unseren Missionen nach Schätzen zu suchen.
Dabei lässt sich das Spielprinzip bzw. die Grundmechanik recht einfach erklären, denn The Mound ist ein taktischer und teilweise unbarmherziger Koop-Survival-Horror-Shooter, bei dem wir uns in Teams mit bis zu vier Spielenden oder alleine durch die diverse Dschungelgebiete und uralte Grabstätten kämpfen. Im Fokus steht dabei das akribische erforschen der Umgebung nach Schätzen und das Management knapper Ressourcen, wie Munition, Licht oder Heilung. Zu dem kommt ein Paranoia- und Wahnsinns-System hinzu, welches richtig cool ist und uns die Sinne raubt. Es kann dadurch passieren, dass unserer Mitstreiter wie Monster aussehen, wir irgendwo Monster sehen wo keine sind. Oder wir finden Gewehre, die sich, sobald wir schießen wollen, als Stock raustellen.
Haben wir mehrere Mitspielende im Team sterben wir auch nicht einfach, sondern wir kommen, vom Wald wiedergeboren, zurück und können nur zuschauen, wie wir als KI unsere Expedition angreifen. Schaffen es unsere Mitstreitenden den Angriff abzuwehren, können sie uns wieder zurück ins Leben holen. Eine coole Mechanik, die – meiner Meinung nach – zur Welt von The Mound passt. Auch dass uns viele Elemente des Spiels nicht auf anhieb erklärt werden passt für mich ins Gesamtbild. Jede Spielstunde, jede Expedition bringt aber etwas mehr Licht ins Dunkel.
Und wenn wir schon vom Gesamtbild sprechen, dann muss ich sagen, dass sich Grafik und Sound perfekt in dieses Bild einfügen. Die Unreal Enginge 5 leistet hier grafisch ganze Arbeit. Dazu kommt ein Sound, der gerade mit den teilweise sehr unheimlichen Umgebungsgeräuschen die Nackenhaare hochstehen lassen. Aber man muss auch sagen, dass das Spiel nicht frei von Problemen ist. So schaffen es unsere Charaktere teilweise nicht mal eine drei Zentimeter hohe Kante hinaufzusteigen oder wir bleiben an anderen Stellen so hängen, dass wir die Mission nur noch abbrechen können. Zudem hatte ich ein paar wirklich unschöne Grafikfehler, die das Spiel zum Release teilweise unspielbar gemacht hatten. Letzteres scheint aber inzwischen gepatcht worden zu sein, denn ich in den letzten Expeditionen hatte ich dieses Problem nicht mehr. Richtige Abstürze hatte ich hingegen überhaupt nicht. Wenn wir Solo unterwegs sind, stellt sich die KI unseres Begleiters gar nicht mal so gut. Sie beschützt uns zwar einigermaßen ok, aber sie trägt beispielsweise kein Loot oder lässt Brücken runter.
Letzten Endes muss ich aber sagen, dass The Mound sowohl im Multiplayer, als auch im Solo-Spiel für mich eine cooles Spiel ist. Ich bin jetzt kein riesiger Horror-Fan, aber DAS macht mir schon sehr viel Spaß. Ich möchte wissen, wohin uns die Reise im Dschungel noch führt. Wer auf Lovecraft und taktische Koop-Survival-Horror-Shooter steht, der sollte hier meiner Meinung nach mal reinschauen. Ich hoffe, dass die Entwickelnden sich den Problemen und weiteren Inhalten annehmen. Allein die Welt, die Geräuschkulisse und die dadurch entstehende beklemmenden Gefühle machen das Spiel für mich zu etwas besonderem.





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