Wenn ich so auf Two Point Campus zurückschaue, muss ich leider sagen, dass es mir zu repetitiv war und mich auf lange Sicht nicht abgeholt hat. Bereits am 4. März 2026 hat SEGA das von Two Point Studios entwickelte Two Point Museum veröffentlicht. Ich hab das Spiel zu nächst links liegen lassen, aber die durchaus positiven Bewertungen auf Steam und der neue Zooseum-DLC haben mich neugierig gemacht und so habe ich mich inkl. der zwei bisherigen DLCs daran gemacht mehrere Museen zu gründen. Ob mir das gefallen hat? Das lest ihr in diesem Review.

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Two Point Museum hat bei mir genau das hervorgerufen, was ich – glaub ich – bei Two Point Campus und auch bei Two Point Hospital wirklich vermisst habe. Ein „nur noch einen Raum“ oder in diesem Fall ein „nur noch eine Expedition abwarten“ Gefühl. Dieses Mal schlüpfen wir, wie der Name schon vermuten lässt, in die Rolle einer Museumsleitung. Wir bauen Ausstellungen auf, kümmern uns um Besucherströme und Bedarfe, Personal, Finanzen und schalten nach und nach neue Szenarien bzw. Themen frei.

Herzstück des Spiels ist der Aufbau eines Museums: Wir planen die Grundrisse, ziehen Wände, kombinieren Themenbereiche und platzieren Ausstellungsstücke. Daneben jonglieren wir mit den Eintrittspreisen, der Besucherzufriedenheit, Personalplanung und spezielle Missionszielen, wodurch das Spiel deutlich anspruchsvoller wird, je weiter wir in die Kampagne und neuen Szenarien vordringen. Statt Exponate einfach zu kaufen, schicken wir unsere Mitarbeitenden auf Expeditionen, um Fossile, Artefakte und andere Sammlerstücke zu bergen. Die Fundstücke haben dabei unterschiedliche Seltenheits- und Qualitätsstufen, wodurch sich ein leichter „Sammeltrieb“ einstellt, weil natürlich wir unsere Ausstellung immer weiter optimieren wollen.

Das Spiel legt großen Wert auf kreative Freiheit: Mit Werkzeugen für Wände, Böden und Dekoration können wir unsere Themenräume sehr individuell gestalten. Hilfreiche Übersichten und Filter für Besucherbedürfnisse, Personal und Auslastung sorgen dafür, dass wir trotz komplexer Abläufe nicht den Überblick verlieren. Dennoch fehlten mir auch einige Informationen. Es ist schön, wenn das Spiel sagt, dass irgendwo eine Informationstafel fehlt, dann hätte ich gerne die Möglichkeit mit anzeigen zu lassen, wo das der Fall ist. Vielleicht habe ich das aber auch übersehen.

Typisch für die Two Point Reihe ist ein bunter, leicht überzeichneter Look mit vielen kleinen Animationen, die unser Museum lebendig wirken lassen. Dazu kommt der trockene Humor, von absurden Ausstellungsstücken bis hin zu Durchsagen im Museum, der die ansonsten nüchterne Management-Arbeit angenehm auflockert.

Für Two Point Museum sind inzwischen auch zwei kostenpflichtige Erweiterungen erschienen. Fantasy Finds ergänzt das Spiel dabei um ein eigenes Fantasy-Setting rund um Schwerter, Zauber und Drachen. Der DLC bringt eine neue Expeditionen-Karte, auf der wir mit einem spezialisierten Team aus Fantasy-Experten magische Artefakte jagen, darunter Exponate wie Drachenskelette, verwunschene Türme, Mimic-Truhen oder Gimmicks, die deine Besucher zeitweise in Hühner verwandeln. Zusätzlich kommen drei neue Besucher-Typen, zahlreiche Deko- und Nutzobjekte, interaktive Fantasy-Displays sowie ein eigener Helikopter-Skin ins Spiel, wodurch wir unser Museen um komplette Fantasy-Flügel erweitern können.

Der zweite bisher erschienene DLC „Zooseum“ ist noch umfangreicher uns setzt den Fokus in Richtung Tierwelt und Artenschutz. Dabei eröffnen wir ein neues Museum im grünen Silverbottom Park und arbeiten dort mit einem neuen Wildlife-Expertentyp zusammen, um verschiedenste Kreaturen zu retten, zu pflegen, aufzuziehen und schließlich wieder auszuwildern – inklusive fordernder Kampagnenziele wie dem Zuchtprogramm für seltene „Painted Pandas“. Neben der neuen Kampagnenkarte liefert Zooseum eine große Auswahl an tierischen Ausstellungsstücken, interaktiven Displays, Dekorationen und Infotafeln, die unser Museum optisch stark verändern und das Management um Aspekte wie Tierwohl und Besucherlenkung rund um Gehege und Naturbereiche erweitern.

Two Point Museum ist eine charmante, zugängliche, aber überraschend tiefe Aufbau-Simulation, die in meinen Augen den bisherigen Serienhöhepunkt markiert. Wer Spaß an Two Point Hospital oder Campus hatte – oder allgemein kreative Wirtschafts-Sims mag – findet hier ein liebevoll gestaltetes, humorvolles Spiel mit großem Suchtpotenzial.