Review

Dirt 5

Codemasters hat am heutigen Freitag ihren neuen Rally Racer Dirt 5 veröffentlicht. Im Gegensatz zu Dirt Rally 2.0 geht es hier allerdings sehr viel arcadiger zur Sache. Ich hab mir das bunte Spektakel einmal angeschaut und hier ein paar Worte für euch verfasst, damit auch ihr euch ein ersten Eindruck von dem Spiel verschaffen könnt.

Dirt 5 Spielmodi

Werfen wir als erstes ein Blick auf die unterschiedlichen Spielmodi von Dirt 5. Diese teilen sich auf in Karriere, Online, Arcade und die sogenannten Playgrounds. Ich fang hier am besten einmal von hinten an. Die Playgrounds bieten euch jede Menge Kartennachschub, denn hier verbirgt sich nicht nur der Streckeneditor, sondern auch die Möglichkeit auf Strecken von anderen Spielern zurückzugreifen und diese zu meistern. Wie in jedem anderen Spiel mit Playercontent ist die Qualität allerdings von richtig cool bis richtig mies. Der Streckeneditor ist recht komplex, so dass sich hier erstmal ein wenig reinfrickeln muss. Hat man den Dreh aber erstmal raus, geht es eigentlich ganz gut.

Im Bereich Arcade warten die Modi Free Play und Time Trial auf uns. Im Free Play können wir unsere eigenen Rennen erstellen. Zu Beginn entscheiden wir uns über Ort, Klasse, Wetter, Teilnehmerzahl, Schwierigkeit und ggf. die Rundenzahl und schon könnt ihr ein Rennen starten. Unter anderem hier können wir hier auch mit bis zu drei weiteren Spielern im Splitscreen-Modus spielen. Im Time Trial geht es “einfach” um die schnellste Runde auf den unterschiedlichen Strecken. Hier können wir auch gegen die Geister von Freunden oder Fremden mit ähnlichen Zeiten fahren. Kennt man auch von anderen Racern z.B. F1 2020.

Online können wir zwischen Rennen und Partyspiel wählen. Leider konnte ich zum Zeitpunkt meines Tests (kurz vor Release und auch am heutigen Tag) kein entsprechendes Match finden. So kann ich zum jetzigen Zeitpunkt recht wenig dazu sagen. Ich werde das aber im Auge behalten und den Modus demnächst mit einem Freund von mir mal testen.

Last but not Least werfen wir ein Blick in die Karriere. Und das ist sicherlich der Modus, den die meisten interessieren dürfte. Hier fahren wir Rennen für Rennen und müssen bestimmte Aufgaben erfüllen um Coins freizuschalten. Wir arbeiten uns quasi von links nach rechts durch die Rennen. Dabei gibt es unterschiedliche Rennmodi, wie Ice Breaker, Stampede oder Sprint. Dies unterscheiden sich hauptsächlich in Sachen Fahrzeuge und zum Beispiel Untergrund, denn in Ice Breaker fahren wir, welch Überraschung, über eine Eis-Strecke. Und so schalten wir Rennen für Rennen neue Level, In-Game-Währung für neue Autos und Rufstufen frei. Wenn man bestimmte Anforderungen erfüllt, schaltet man noch spezielle Events frei, die Throwdowns genannt werden. Auch hier geht es dann wieder um Aufgaben und ein Rennen, wobei dies ein Duell mit einem Fahrer ist. Wann und wie die dreizehn Throwdowns freigeschaltet werden sieht man übrigens nicht. Im Endeffekt ist der Karriere-Modus meiner Meinung nach also reine Fleißarbeit. 🤷‍♂️ Da hätte ich etwas mehr Kreativität erhofft, aber zu meiner Meinung später mehr. Große Tuning Möglichkeiten solltet ihr nicht erwarten, denn außer die Lackierung und das anbringen von Stickern ist da nicht viel im Spiel implementiert. Auch Fahrzeugeinstellungen wie Radstand, etc. sind nicht in Dirt 5 zu finden. Hier gilt einfach einsteigen und Gas geben.

Technik

Grafisch sieht Dirt 5 auf der PlayStation 4 schon ganz hübsch aus. Sobald ich meine PlayStation 5 habe, werde wir uns das Spiel natürlich auch dort anschauen, denn ich bin schon sehr auf die Umsetzung des Controllers gespannt. Der Soundtrack passt zur Präsentation des Spiels, denn er ist schön bunt mit Musik von The Prodigy, The Killers, Pearl Jam oder The Chemical Brothers. Steuerung ist weder schwammig noch ungenau. Man merkt auch gut die Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Autos und mein ursprünglicher Grundsatz “Wer bremst verliert” zählt in dem Spiel auch nicht, denn man muss schon schauen wie man das Zusammenspiel zwischen Gas, Bremse und Handbremse zusammen bekommt.

Im Großen und Ganzen hatte ich sehr wenig technische Probleme mit dem Spiel. Nur nach einem Patch kurz vor Release hatte ich das Problem, dass mein Spielstand nicht mehr funktionierte und ich quasi wieder von Vorne anfangen musste. Nachdem ich den Spielstand aber dann einmal gelöscht hatte, ging es problemlos weiter.

Next Gen

Sicherlich ein Thema, welches aktuell sehr wichtig ist, denn Dirt 5 wird ein Next Gen Update bekommen und euch somit auf den neuen Konsolen 120 FPS, schnellere Ladezeiten bieten und mehr grafische Details bieten. Das Update ist sowohl auf der PlayStation 5, als auch auf der XBox Series X kostenfrei. Auch der neue PlayStation 5 Controller wird mit haptischem Feedback und den adaptiven Triggern unterstützt. Ich bin gespannt.

Fazit

Dirt 5 ist ein solider, arcadiger Racer, allerdings finde ich persönlich ein Preis von 69,99 Euro (PSN Store) für zu viel. Warum? Der Karriere Modus und die anderen Modis halten mich nicht wirklich bei der Stange. Klar, für “mal eben zwischendurch” ist Dirt 5 ein toller Racer, aber mehr als mal ein, zwei Rennen? Mich nicht. Ich persönlich würde hier auf ein Sale warten.

Dirt 5 ist heute für Xbox One, PlayStation 4 und auf Steam erschienen und kostet in der Standard Variante 69,99 Euro (Steam: 54,99 Euro). Die Versionen für Stadia, PlayStation 5 und die Xbox Series erscheint später. Zusätzlich gibt es noch eine Amplified Edition, welche 20 Euro mehr kostet und euch unter anderem exklusiv drei Fahrzeuge, drei Sponsoren und mehr bietet.

Ich bedanke mich recht herzlich für die Bereitstellung des Testmusters.

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