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Guardians of the Galaxy | Review

Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein kleiner Marvel Fanboy bin. Ich lese inzwischen viel zu selten die Comics, aber bei Filmen, Serien und Games kann ich wirklich schwer nein sagen. Nachdem mich Marvels Avengers nicht wirklich abgeholt hatte (das ungeschriebene Review fehlt irgendwie im Blog), war ich etwas skeptisch, was das am 26. Oktober 2021 erschienene Guardians of the Galaxy Spiel betrifft. Eidos Montréal und Square Enix haben mich aber überrascht. Ob positiv oder negativ werde ich euch in diesem Beitrag verraten.

Zuerst ein paar spoilerfreie Worte zur Story. In Guardians of the Galaxy schlüpfen wir in die Rolle von Peter Quill, eventuell besser bekannt als Star-Lord. Mit an unserer Seite befinden sich natürlich Gamora, Rocket, Groot und Drax. Beim Versuch, einen wohlhabenden Sammler zu betrügen, kommt es zu einem kleinen „Unfall“, der eine Reihe von Ereignissen auslöst, welche das komplette Universum bedrohen. Wir, als Star-Lord, machen uns gemeinsam mit unseren Begleitern auf den Weg, um diesen Ereignissen auf den Grund zu gehen.

Die Dialoge zwischen den Hauptcharakteren – den Guardians – sind typisch und kennt man sowohl aus den Comics, als auch aus den Filmen. Dem einen oder anderen könnte das gegebenenfalls zu viel, aber – meiner Meinung nach – gehört das zu den Charakteren. Dabei geht es wie gewohnt darum, wem das Raumschiff gehört, welche Schritte man als Nächstes unternimmt und und und. Dabei wirkt Peter Quill für mich immer als Knoten, der die Charaktere irgendwie zusammenhält.

Gespielt wird Guardians of the Galaxy in der Third-Person-Perspektive. In dieser steuern wir Star-Lord durch diverse recht schlauchartige Level. Lösen kleinere Rätsel, finden Geheimnisse, prügeln und schießen uns durch Gegner. Und genau das ist, was das Spiel anders macht, als ich es aus bisherigen Spielen kannte. Denn zusätzlich zu unseren eigenen Aktionen im Kampf können wir noch unsere Teammitglieder befehligen. Groot kann zum Beispiel Gegner festhalten und Gamora schnetzelt sich mit ihrem Schwert durch die Gegner. Dabei haben diese „Fähigkeiten“ eine bestimmt Abklingzeit, sodass wir sie nicht einfach spamen können. Je nach Gegner müssen wir unseren Kampf dann etwas anpassen. Das ist am Anfang ganz interessant, wird aber früher oder später, wie bei den meisten Spielen dieser Art, recht repetitiv. Mich persönlich hat das aber weniger gestört.

Grafisch hat mir das Spiel auf der PlayStation 5 sehr gut gefallen. Es gibt dabei drei unterschiedliche Modi. Einen Performance-, Qualitäts- und RayTracing-Mode. Gefühlt hatte ich mit keinem der Modi größere Probleme. Lediglich im RayTracing-Mode bemerkte ich wirklich einige Frame-Drops, weshalb ich den Modus schnell gemieden habe. Die Soundeffekte und auch die Synchron-Sprecher fand ich ganz gut. Natürlich sind das nicht die Sprecher aus den Filmen, müssen es meiner Meinung auch nicht, denn das Spiel und die Filme haben zwar dieselbe Comic-Reihe als Vorlage, haben sonst aber recht wenig gemeinsam. Sogar die Deutsche Sprachausgabe hat mir ganz gut gefallen, außer dass sie immer “Wächter der Galaxie” sagen und eben nicht “Guardians of the Galaxy”. Warum??? Was mir aber sehr gut gefallen hat, war der Soundtrack. Ein Mix aus wundervollen Songs aus den 80ern, die sich schön ins Spielgeschehen schmiegen. White Wedding, Tainted Love und I Love it Loud sind nur ein paar Beispiele aus der Playlist (Spotify, Apple Music).

Fazit

Kommen wir auch schon zum Fazit. Trotz der recht repetitiven Kämpfe hatte ich sehr viel Spaß mit Guardians of the Galaxy. Ich fand den Humor im Spiel toll. Mir hat sogar die Popcorn-Story gefallen. Ich fand es an der einen oder anderen Stelle auf normalem Schwierigkeitsgrad zu leicht, aber ich hätte es ja auch schwerer stellen können. Lt. How long to beat soll die Hauptstory im Schnitt wohl ca. 17 Stunden dauern. Ich habe ca. 15 Stunden bei meinem entspannten Run benötigt. Wer Bock auf Star-Lord und die Guardians hat, der kann meiner Meinung nach bedenkenlos zuschlagen. Ebenso können diejenigen zuschlagen, die Lust auf ein storylastiges Action-Spiel haben. Denn genau das ist Guardians of the Galaxy nun mal und zwar – aus meiner Sicht – so viel besser als das Marvels Avengers Spiel.

Preis

Im PSN Store kostet die Standard-Version normalerweise 69,99 Euro. Bis zum 30. November 2021 könnt ihr das Spiel aber für 45,49 Euro erwerben.

Zusätzlich gibt es noch die Deluxe Edition für 79,99 Euro (bis 30. November 2021 -> 51,99 Euro), welche euch zusätzliche Outfits vorab freischaltet. Die können wir uns aber (wohl) auch erspielen. Außerdem bekommt ihr den Soundtrack, sowie ein digitales Mini-Artbook. Ob einem das der Aufschlag wert ist, muss jeder für sich entscheiden.

Informationen

Publisher: Square Enix

Entwickler: Eidos Montreal

Veröffentlichungsdatum: 26.10.2021

Verfügbar auf: PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X|S, Windows PC

2 Kommentare

  1. Danke für Dein Review. Im Gegensatz zu Dir kann ich mit Marvel gar nichts anfangen. Ist überhaupt nicht mein Ding. Kenne nur ganz wenig Filme und die waren für mich alle eine Qual…. bis auf die Guardians. Der erste Film hat mich echt gut unterhalten. Allerdings nicht so gut, dass ich mir den zweiten Film anschauen musste 😉

    Nicht nur Deine Review ist ja sehr positiv. Viele andere Test´ s loben das Spiel und haben meist hohe Bewertungen vergeben. Daher habe ich auf Twitch & YouTube mir mal ein paar Streams angeschaut. Ich fand das alles zu bunt, zu hektisch, zu laut, zu abgedreht. Marvel halt. Für Fans sicher geil, für mich ist das nix.

    Das ich Spiderman durchgespielt habe, darauf kann sich Insomiac echt etwas einbilden. Miles Morales wartet seit einem Jahr auf meiner Festplatte darauf gespielt zu werden. Irgendwann werde ich da mal weiterspielen. Ich denke mehr Marvel muss für mich nicht sein.

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