Review

Slipways

Ich mag Spiele, die einen ins Weltall führen und ich mag rundenbasierte Strategiespiele. Über den Streamer und YouTuber Writing Bull bin ich auf das Spiel Slipways aufmerksam geworden. Das Spiel erscheint zwar erst im zweiten Quartal dieses Jahres, aber im Rahmen des Steam-Spiele-Festival kann man sich aktuell (bis 9 Februar 2021) eine Demo herunterladen und selbst ein Blick in das Spiel werfen. Genau das habe ich vor einigen Tagen gemacht und möchte euch hier von dem Indie-Spiel berichten.

Was ist Slipways?

Wenn man auf die Homepage von Slipways schaut, sieht man aktuell nur sehr wenig Informationen zum Spiel. Keine Beschreibung, keine Hinweise, sondern eigentlich nur den oben gezeigten Trailer, sowie der geplante Releasezeitraum. Und auch auf Steam ist die Beschreibung zu Slipways sehr dürftig. Dort heißt es:

Weave isolated planets into a vast trade empire. Hatch plans. Research game-breaking technologies. Still be done in time for lunch. Enjoy the endless possibilities of a space grand strategy game in 60 minutes flat.

Slipways auf Steam

Außerdem läuft das Spiel in den Kategorien Strategie, rundenbasierte Strategie, 4x und Puzzle. Passt also gut in mein Spiele-Beuteschema. 🙂 Nachdem ich das Spiel nun gute 8 Stunden gespielt habe, habe ich mich ein wenig ins Spiel reingefuchst.

Spielablauf

Hier kann ich mich natürlich nur auf die Demo beziehen, in der wir nur einen der später verfügbaren fünf Spielmodi auswählen. Es wird im Spiel ein Endlosmodus, eine Kampagne, ein Täglichen Run, ein Gauntlet-Modus und den Standard Run geben. Letzteres steht uns in der Demo zur Verfügung. Zusätzlich haben wir die Wahl zwischen vier unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Während im späteren Spiel die Karten prozedural erstellt werden und es dadurch unendliche Varianten gibt, hat der Entwickler hier eine Auswahl von drei Karten zur Verfügung gestellt, aus der wir uns eine auswählen können. Anschließend wählen wir für unseren Rat drei von fünf verfügbaren Rassen aus, welche unterschiedlicher nicht sein können. Während die Vattori zum Beispiel auf Wissen und Technologie achten, ist den Ba’qar Bergbau und Energie wichtig. Dies wirkt sich auch auf die uns zur Verfügung stehenden Technologien aus. Von diesen drei Rassen können wir uns dann noch zwei Vorteile auswählen. Durch diese Kombinationen bekommt man immer wieder neue andere Möglichkeiten.

Nun startet man an einem Wurmloch und sieht nur diverse Signale. Diese können wir mit einer Drohne aufdecken, aber jeder Drohneneinsatz kostet uns ein Monat unserer Zeit und drei Credits, also muss man schon überlegen, was man wie macht. Immerhin ist der Standard-Run ja nach 25 Jahren vorbei und Credits haben wir ja auch nicht unbegrenzt. Neben den Credits und der Zeit müssen wir auch noch ein Blick auf die Zufriedenheit achten. Sinkt diese zu weit, ist das Spiel vorbei. Die Abrechnung von Credits und Forschungspunkten erfolgt übrigens nur zum Jahreswechsel.

Nun geht es also daran die aufgedeckten Planeten sinnvoll zu verbinden. Welcher Planet braucht was? Welcher bietet was? Dabei gibt es die unterschiedlichsten Ressourcen, wie Erze, Nahrung, Wasser, etc. Zusätzlich haben die sogenannten Slipways nur eine begrenzte Reichweite, dürfen sich nicht kreuzen oder durch Planeten hindurch führen. Und dann gibt es ja noch die Aufgaben unseres Rates, welche wir erfüllen sollten. Das klingt recht komplex, ist aber im Grunde ganz simpel. Durch neue Technologien bekommt man dann auch noch neue Möglichkeiten, wie Terraforming, Planetenzerstörung und, und, und…

Technik

Hier ist mir ein Punkt besonders wichtig, denn es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Slipways von nur einem Vollzeit-Entwickler programmiert wurde, und zwar von Jakub Wasilewski (Twitter). Der hat sich so nämlich mit der Firma Beetlewing einen kleinen Traum erfüllt. Musik und Audio wurde von Chris Donnelly beigesteuert und die Character Art von Johan Törnlund. Und ganz ehrlich? Dafür läuft die Demo, die auf einer Beta beruht schon sehr, sehr gut. Grafisch sieht es toll aus und bietet viele kleine Details und auch die Hintergrundmusik fügt sich angenehm in das Spiel ein. Hier gibt es meiner Meinung nach nicht viel auszusetzen. Auch das Balancing scheint auf den ersten Blick zu passen. Keine der Rassen bietet übermächtige Technologien oder zu starke Vorteile, sodass man die Vielfalt gut genießen kann.

Mein Fazit

Für mich ist Slipways ein schönes Spiel für “mal eben zwischendurch”. Wo sonst kann man innerhalb einer Stunde ein Handelsimperium aufbauen. Steuerung und Grafik sind total angenehm und das Spiel hat zumindest auf mich eine sehr entschleunigende Wirkung. Wer Spaß an sowas hat, der macht mit Slipways sicherlich nichts falsch. Leider kann ich zum Preis und genauem Release noch nichts sagen, aber ich werde es für euch (und mich :P) im Auge behalten.

Wer mag, kann das Spiel ja schonmal bei Steam auf die Wunschliste packen. 🙂

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