Review

The Suicide of Rachel Foster

Am 19. Februar 2020 erschien The Suicide of Rachel Foster für Windows PC. Vor drei Wochen ist der First-Person-Thriller nun auch für XBox One und PlayStation 4 erschienen. Ich hab mir die Geschichte von Nicole, einer jungen Frau, die dem letzten Wunsch ihrer Mutter folgend die dunkle Vergangenheit ihrer Familie untersucht und dabei in einem verlassenen Hotel eingeschneit wird, einmal für euch angeschaut und auf Herz und Nieren getestet.

Willkommen in Montana

Nachdem sie entdeckte, dass ihr Vater eine Affäre mit der gleichaltrigen Rachel hatte, verließ Nicole mit ihrer Mutter im Teenageralter das Familienhotel in Montana. Eben diese Rachel beging Selbstmord.

Zehn Jahre später, als beide Elternteile tot sind, will Nicole den letzten Willen der Mutter erfüllen, das Hotel zu verkaufen und den Verwandten des Mädchens das Geld zurückzuerstatten, weshalb sie mit der Rechtsabteilung der Familie zurückkommt, um die zerfallende Struktur zu überprüfen.

Als sich das Wetter verschlechtert, sitzt sie in der großen Berghütte fest und findet Unterstützung in Irving, einem jungen FEMA-Agenten, der eines der ersten Funktelefone benutzt, die je gebaut wurden. Mit seiner Hilfe beginnt Nicole, eine Geschichte zu untersuchen, die ein viel tieferes Geheimnis verbirgt, als die Menschen im Tal dachten.

Klingt spannend und ich fand das war es auch. The Suicide of Rachel Foster bietet uns eine Thriller-Story von ca. 3 ~ 5 Stunden mit interessanten Wendungen. Dennoch ist die zu Beginn des Spiels angezeigte Trigger Warnung nicht zu verachten. Wer Probleme mit den Themen Selbstmord, Gewalt, Vergewaltigung und so weiter hat, der sollte das Spiel lieber nicht spielen.

First-Person-Walking-Simulator

The Suicide of Rachel Foster ist ein Adventure oder eine Art Walking Simulator und spielt sich in der Ego-Perspektive. Die Bewegungen haben bei mir am Anfang ein wenig für Motion-Sickness gesorgt, aber beim zweiten Anlauf ging es dann doch ganz gut. Das Spiel spielt ausschließlich im Familienhotel “Timberline”. Leider fehlt einem manchmal der rote Faden, denn auf der Karte gibt es keinen genauen Hinweis wo man hin muss und so sucht man manchmal schon das ganze Hotel ab. Aber das fand ich im Grunde nicht so schlimm, denn das ganze Setting ist sehr stimmig. An einer Stelle war ich aber etwas genervt, da das Spiel 2x abgestürzt ist. Man sollte bei den Funkgesprächen ggf. dann doch eher stehen bleiben und nicht weiter gehen. Außerdem fand ich ärgerlich, dass es zwar Untertitel für die gesprochenen Dialoge gab, aber es für die Zeitungsartikel, etc. keine Übersetzung gab. Wenn man da kein Englisch versteht, könnte es das etwas blöd sein. Ich mit meinem Englisch hab aber alles soweit verstanden.

Grafik und Sound

Die Musik und die Sound-Effekte im Spiel fand ich ganz gut. Der Soundtrack ist übrigens sowohl auf Apple Music als auch auf Spotify verfügbar. Die Synchronstimmen passen auch sehr gut ins Spiel, wobei ich manchmal das Problem hatte, dass ich gar keine Stimmen hatte, sondern nur den Untertitel. Wer also die Untertitel ausgeschaltet hat, der dürfte dadurch wohl was verpassen. Die Grafik ist passt sehr gut zum Spiel. Durch die Egoperspektive musste man sich hier auch nicht mit der Animation der eigenen Charaktere beschäftigen. Die vorhandenen Animationen in Cutscenes, etc. sind aber ebenfalls sehr gut.

Fazit

Für mich persönlich war The Suicide of Rachel Foster eine kleine Gefühlsreise. Die Story war für mich der Hauptgrund das Spiel zu beenden, denn diese wurde aus meiner Sicht sehr gut erzählt und bietet den ein oder anderen überraschenden Twist, wie ich oben ja schon erwähnte. Für 19,99 Euro (PSN Store) bekommt man hier einen interessanten, spannenden Thriller, der aber auch die ein oder andere Macke hat. Im großen und ganzen kann man aber schon sagen, dass Entwickler ONE-O-ONE GAMES die Konsolen Umsetzung gelungen ist. Gespielt habe ich auf der PlayStation 4 Pro.

Ich bedanke mich recht herzlich beim Entwickler bzw. Publisher für die Bereitstellung des Testmusters.

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