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Far Cry 6 | Review

Ich glaube, ich habe bisher jedes Far Cry zumindest angespielt. So richtig hat mich die Serie dann aber ab Far Cry 3 gehabt. Ich fand sogar Far Cry 5 ganz cool. Und jetzt kommt am morgigen 7. Oktober Far Cry 6 und dank Mic vom PlayStation Gentlemen Club hatte ich die Möglichkeit das Spiel schon seit Freitag zu testen. Und das ist auch der Grund, warum ihr heute schon dieses Review lesen könnt. Danke Mic. Mein eigener Review Key von Ubisoft kam übrigens erst am heutigen morgen.

Story

Beginnen wir mit der Story von Far Cry 6. Natürlich ohne Spoiler. Far Cry 6 spielt im fiktiven Staat Yara. Hier regiert “El Presidente” Antón Castillo, welcher von Giancarlo Esposito dargestellt wird. Wir schlüpfen in die Rolle von Dani Rojas. Dabei können wir uns zu Beginn entscheiden, ob Dani ein männlicher oder weiblicher Charakter ist. Übrigens, bitte verwechselt Dani Rojas nicht mit dem Fußballer aus der genialen Serie Ted Lasso. 😀 Ein Charaktereditor, bei dem wir unser Aussehen entsprechend anpassen können gibt es leider nicht. Da wir aber hauptsächlich in der First-Person-Perspektive unterwegs sind, kann man das sicherlich verschmerzen.

Die ersten 15~30 Minuten sind dann eine wilde Reise, denn Yara wird von El Presidente unterdrückt und wir versuchen aus der Hauptstadt zu entkommen, um das Land zu verlassen. Dass uns das nicht gelingt, ist sicherlich keine Überraschung, oder? Wir schließen uns dann der Revolution an, um doch noch aus Yara zu entkommen. Um das zu erreichen, müssen wir aber ein paar Aufgaben übernehmen.

Waffen, Outfits, Begleiter und die Welt von Yara

Bei diesen Aufgaben brauchen wir natürlich auch ordentlich Feuerkraft und so greifen wir auf eine riesige Auswahl an Waffen und anderen Hilfsmitteln zurück. Mit dabei diverse Sturmgewehre, Maschinenpistolen und unter anderem ein Flammenwerfer namens Tostador oder verschiedene Rucksäcke, die es ganz schön in sich haben. Alles teilweise ziemlich abgefahren und übertrieben, wie ich finde. Alle Waffen können dabei mit Mods, Skins und unterschiedlichen Munitionsarten ausgestattet werden, um bestmöglich gegen die Übermacht von El Presidente gewappnet zu sein. Um unsere Waffen zu erweitern, müssen wir entsprechende Materialien finden. Typisch Ubisoft eben. 😉

Außerdem können wir aus unterschiedlicher Kleidung wählen. Es gibt unterschiedliche Helme, Oberteile, Hosen, Schuhe und Armbänder. Jedes dieser Kleidungsstücke gibt uns Boni. Es gibt zum Beispiel Schuhe, mit denen wir schneller laufen beim Nachladen oder Oberteile, die die Verteidigung gegen bestimmte Munition erhöhen. Ganz interessantest Feature wie ich finde, da es neue Möglichkeiten im Gameplay ermöglicht.

Natürlich gibt es auch wieder unterschiedliche Begleiter. Guapo, das verrückte Krokodil, hat man ja bereits im Trailer kennenlernen dürfen. Welche Tiere euch noch erwarten möchte ich natürlich hier nicht verraten. Die Begleiter, in Far Cry 6 Amigos genannt, haben auch eigene Fähigkeiten, die wir erst freispielen müssen und können auch entsprechend mit einem Skin versehen werden. Es bleibt also ziemlich verrückt.

Far Cry typisch gibt es auch natürlich wieder Außenposten, die wir einnehmen können. Dies kann man entweder mit brachialer Gewalt, oder so wie ich es meistens mache, möglichst leise. Ich habe in meiner bisherigen Spielzeit noch nicht das ganze Ausmaß gesehen, aber die Karte an sich wirkt wirklich sehr groß. Wer da jeden Winkel begutachten möchte, der wird sicherlich einiges an Zeit mit bringen müssen.

Technik

Während die PC-Version von Far Cry 6 Ray-Tracing bietet, wurde dieses Feature auf den Next-Gen-Konsolen nicht integriert. Hier war Ubisoft die 4K Auflösung bei 60 Fps wichtiger. Dennoch sieht Far Cry bei mir auf der PlayStation 5 sehr schick aus. Hier hat Ubisoft wieder auf die Dunia Engine gesetzt. Die Charaktere könnten meiner Meinung nach noch etwas detaillierter sein. Im Großen und Ganzen passt die Grafik aber zu der doch sehr großen Open World und wirkt auf mich ein Tick besser als in Far Cry 5, welches ja auch schon ganz gut aussah. Ich erwarte in so einem Titel aber auch keine so detailverliebte Grafik wie zum Beispiel in Kena – Bridge of Spirits. Die Synchro und der Sound passen meiner Meinung nach gut ins Spiel. Technisch gibt es also wenig zu meckern und wenn dann nur auf hohem Niveau.

Der Dualsense der PlayStation 5 ist übrigens auch eingebunden. Ob beim Fahren oder beim Schießen. Das fand ich schon sehr cool.

Wer mag, kann Far Cry 6 übrigens, wie die Teile zu vor auch, im Koop spielen. Dafür müsst ihr aber erst einen bestimmten Stand in der Story erreichen. Ich selbst hab das Feature noch nicht probiert, ich vermute aber, dass dies genauso läuft wie in den Teilen zu vor, sodass nicht alle Spieler im Koop den Story-Fortschritt bekommen. Das müsste man erst testen.

Meckerecke

Ubisoft hat natürlich auch in Far Cry 6 wieder einen In-Game-Shop implementiert, in dem wir uns unter anderem Skins und Anhänger für die Waffen kaufen können. Aber es gibt auch Fahrzeuge und Waffen zu kaufen, was für mich ein wenig „Pay for Shortcut“ ist, denn wir können uns so direkt frühzeitig höherwertigen Loot erkaufen. Außerdem können wir uns im Shop Karten kaufen, die uns die Standorte der Sammelobjekte offenbaren. Ich stehe dem eher mit gemischten Gefühlen gegenüber, muss aber auch sagen, dass man nichts kaufen muss und auch ohne einen einzigen In-Game-Kauf das Spiel durchspielen kann. Ich geh zumindest davon aus, denn in meinen bisher ca. 10 Stunden hatte ich nicht das Gefühl was zu kaufen zu müssen.

Was ich noch sehr komisch finde, ist die Tatsache wie effektiv sich die Revolution in Yara versteckt. Fast an jedem Wegesrand gibt es blaue Markierungen, die uns den Weg weisen. Das da keiner der Unterdrücker auf die Idee kommt zu suchen ist schon sehr komisch. Hier hätte ich mir etwas bessere Verstecke gewünscht, aber nun gut. Aber es passt zu den KI-gesteuerten Charakteren, die eh nicht so helle sind und noch verbessert werden könnten.

Fazit

Kommen wir zu meinem Fazit. Far Cry 6 bietet uns Popcorn-Action wie bereits im dritten, vierten und fünften Teil. Hinzu kommen noch verrücktere Waffen inkl. Mods, eine riesige Welt und das Ganze in ziemlich hübsch. Hier eine tiefgründige Story zu erwarten ist in wie wenn man in irgendeinen x-beliebigen Action-Film geht. Da kommt halt nicht viel. Die Größe der Karte und die Anzahl der verfügbaren Waffen zeigen schon, dass es einige Zeit dauern wird, wenn man das Spiel durchspielen möchte. Ich werde, wenn ich es durch hab, spätestens auf meinem Discord im Gamelog posten, wie viele Stunden ich benötigt habe. Wer Far Cry 5 mochte und viel Spaß damit hatte, der wird auch mit Far Cry 6 sein Spaß haben.

Informationen

Release Datum: 7. Oktober 2021

Entwickler / Publisher: Ubisoft

Plattformen: PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, XBox Series X|S, Windows PC, Stadia

Preise/Versionen: Far Cry 6 gibt es in drei unterschiedlichen Varianten. Die Standard-Edition, die Gold-Edition und die Ultimate-Edition. Alle drei Versionen beinhalten auf der PlayStation sowohl die PlayStation 4, als auch die PlayStation 5 Version. Auf der Xbox Series entsprechend X- und S-Version.

Die Standard-Edition kostet im PSN Store 69,99 Euro und beinhaltet die Vollversion des Spiels. Die Gold-Edition (99,99 Euro) beinhaltet zusätzlich den Season Pass, welcher uns unter anderem drei DLCs bieten wird. Das Ultimate-Pack (119,99 Euro) beinhaltet zusätzlich noch die Vice-, Krokodiljäger- und Dschungel-Expeditionspakete, die euch Skins, Waffen und Fahrzeuge zur Verfügung stellen.

Welche Version ihr euch davon kauft, bleibt natürlich euch überlassen.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.

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