Review

Assassin’s Creed Valhalla

Assassin’s Creed Valhalla schickt uns nach Ägypten (AC: Origins) und Griechenland (AC: Odyssey) nach England und zwar in die Zeit in der die Winkinger in eben dieses England einziehen, also Ende des 9. Jahrhunderts. Wir schlüpfen in die Rolle von Eivor, wobei wir zu Beginn die Wahl haben, ob wir als weibliche oder männliche Charaktere spiele wollen. Wer sich nicht entscheiden kann, lässt den Animus entscheiden. Ich hab jetzt über 50 Stunden im Spiel verbracht und habe das Spiel noch nicht beendet. Dennoch glaube ich, dass ich mir ein gutes Bild von dem Spiel erlauben kann und darf. Ist es auch großartig? Ist es ein Odyssey 2.0?

Story

Auf Grund von Spoilern werde ich mich hier recht kurz halten, aber so viel kann ich euch ja verraten: Als Eivor führen wir in Assassin’s Creed Valhalla (ACV) eine Gruppe von Wikingern nach England um dort eine neue Siedlung zu gründen und uns eine neue Heimat aufzubauen. Diese Siedlung können/müssen wir im Verlauf der Story weiterausbauen um so Gebäude wie die Schmiede und das Tattoostudio zu erhalten. Um dies zu schaffen plündern wir zum Beispiel Siedlungen. Dies sind teilweise aber nur Nebenschauplätze von ACV, denn die Story führt uns von Gebiet zu Gebiet um nach Verbündeten zu suchen. Dabei bietet jedes Gebiet seine eigene kleine, abwechslungsreiche Story über Intrigen und Betrügereien. Ich bin, wie oben schon erwähnt noch nicht durch, finde die Geschichtsstränge aber schon sehr interessant und gut erzählt. Hinzu kommen diverse Nebenquests und die neu eingefügten Weltereignisse. Weltereignisse sind Aufgaben, die nicht im Questlog auftauchen, aber dennoch kleine Quests sind. Eine coole Idee finde ich, auch wenn man hin und wieder über ziemlich öde Weltereignisse erlebt. Andere wiederum haben mich wirklich sehr amüsiert.

Is wie Odyssey? Neeee

Natürlich muss es zu der Frage kommen, oder? Aber nein, Valhalla ist kein Odyssey 2.0, denn Ubisoft hat schon noch ordentlich Hand angelegt und neben der Grafik auch einige Spielmechaniken angepasst und neue hinzugefügt. Wieder in Valhalla dabei sind zum Beispiel die Todes-Sequenzen, wenn man eins der wichtigeren Ziele getötet hat. Außerdem wurde das Loot-System überarbeitet. Wurden wir in den vorherigen Teilen noch mit Waffen überhäuft, gibt es jetzt nur bestimmte Sets und Waffen, welche wir dann nach und nach verbessern können. Finde ich persönlich sehr gut gelöst. Auch das Level-, Fähigkeiten- und das Fertigkeitensystem wurden einer Frischzellenkur unterzogen. Klassische Charakter-Levels gibt es nicht mehr, sondern unser Power Level hängt von den vergebenen Fähigkeitspunkten ab. Jeder vergebener Punkt ist dabei ein Level und bringt uns neue passive Boni (mehr Leben, mehr Nahkampfschaden, etc.) sowie Fähigkeiten auf die wir immer zurückgreifen können. Für die Fertigkeiten müssen wir entsprechende Bücher in der Spielwelt finden.

Neu in Vallhalla ist außerdem die Ausdauerleiste, welche Kämpfe durchaus interessanter gestaltet, denn während man beim ausweichen und bei schweren Angriffen Ausdauer verbraucht, füllt sich die Leiste mit Hilfe von Paraden und leichten Angriffen wieder auf. Hier muss man für sich einfach eine gute Mischung finden. Auch neu ist, dass unser Pferd jetzt schwimmen kann. Dieses kostet uns zwar ein paar Silber in einem Stall, aber danach können wir gemeinsam mit dem Pferd durchs Wasser schwimmen. Außerdem wurde die, in meinen Augen, viel zu große Welt aus Odyssey verkleinert. Aber auch die Möglichkeiten beim schleichen wurden etwas verbessert. So kann sich Eivor wieder auf Bänken oder an Tischen verstecken oder sich in einer Gruppe von Mönchen an den Wachen vorbei schleichen. Dies sind allerdings auch nur ein paar der Unterschiede zum Vorgänger.

Technik

Wie die beiden Vorgänger passiert ACV auf der AnvilNext 2 Engine, welche nochmal etwas aufgebohrt wurde. Ganz ehrlich ACV ist wunderschön und ich liebe es mich mit dem Boot, auf dem Pferd oder Zu Fuß durch die Weiten Englands zu bewegen oder mit dem Fotomodus diverse Fotos erstellen. Leider hab ich auf meinem TV manchmal ein paar Tearing Effekte, aber das hat mich bisher recht wenig gestört. Auch gibt es hin und wieder die AC-typischen Clippingfehler, so stecke bei mir unter anderem mal ein Gegner in der Tür fest. Allerdings sind das alles Dinge, über die ich persönlich hinweg sehen kann.

Der Sound und die Musik sind klasse. Und auch die deutsche Synchronisation, welche durch die mouse-power GmbH erfolgte, ist durch aus hörenswert. Aber auch hier gab es an der ein oder anderen Stelle mal Probleme. Ich hatte zum Beispiel eine Stelle, da hat sich ein Monolog von Eivor 3x wiederholt. Warum auch immer. 🙂

Das schlimmste und größte Problem hatte ich aber damit, dass das Spiel und die Konsole plötzlich komplett ausging. Bildschirm schwarz. Nichts ging mehr. Ich musste die Konsole dann zwei Mal neu starten bis es wieder lief. Das sorgte bei mir schon für den Schockmoment. Außerdem hörte ich im Bekanntenkreis von dem ein oder anderem Bug, so dass bestimmte Nebenquests, etc. nicht erledigt werden konnten.

Microtransactions

Natürlich hat Ubisoft auch in Assassin’s Creed Valhalla Microtransactions integriert. Hier können wir für die Währung Helix, welche nur für echtes Geld erworben werden kann, neben kosmetischen Sachen wie Tattoos oder Schiffsskins auch Waffen, Karten und Rüstungen kaufen und somit die Spielzeit verkürzen. 500 Helix sind zum Beispiel 4,99 Euro und die Gegenstände kosten ab 300 Helix aufwärts. Diese Waffen, Rüstungen, etc. findet man nicht im Spiel. Einige werden möglicherweise aber beim InGame Spezialhändler Reda gegen Opale zu kaufen sein. Eine Währung, die man sich erspielen kann. Reda bietet und täglich und wöchentlich unterschiedliche Gegenstände an. Ein Besuch kann sich da hin und wieder schon lohnen. Man kann den Shop wie im Vorgänger also komplett ignorieren und meiner Meinung nach sollte man dies auch tun.

Fazit

Assassin’s Creed Valhalla ist (bis jetzt) trotz einiger Fehler für mich ein sehr, sehr tolles Spiel und gerade Fans der “neuen” Reihe werden hier sicherlich viel Spaß haben. Schön finde ich, dass auch Neulinge der Reihe ihren Spaß mit dem Spiel haben. Kenne mindestens zwei Personen, die gerade mit ACV in die Reihe neu eingestiegen sind und schon jetzt sehr viel Zeit ins Spiel investiert haben und nicht davon loskommen. Wenn ich mit dem Spiel durch bin, werde ich ein kurzes “After End Review” verfassen um euch so meine endgültige Meinung zu vermitteln. Bisher bin ich auf jeden Fall sehr angetan. Liegt vielleicht aber auch daran, weil mich vieles an The Witcher 3 erinnert, welches ich ebenso großartig fand.

Valhalla ist erhältlich für die Xbox One, Xbox Series X|S, PlayStation 4, PlayStation 5, Stadia und Windows PC. Ich habe die PlayStation 5 Version gespielt. Außerdem gibt es vier unterschiedliche Versionen des Spiels. Die Standard, Gold, Ultimate und Collerctor’s Edition.

Während die Standard PlayStation 5 Version für 69,99 zu haben ist, müsst ihr (sofern verfügbar) für die Collector’s Edition satte 199,99 € zahlen. Wer sich übrigens die Version für die PlayStation 4 oder Xbox One Version kauft, bekommt ein kostenloses Upgrade auf die jeweilige NextGen Version.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Ubisoft für die Bereitstellung dieses Testmusters.

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